Zugaben

SOLIDARITÄT MIT UKRAINISCHEN GEFLÜCHTETEN
Im März versuchten wir mit der Solidaritätslesung Gemeinsam für das Sprechen unserem Schock über den Kriegsausbruch in der Ukraine Ausdruck zu geben und uns zu verbinden. Seit April können Menschen mit einem ukrainischen Pass unserer Vorstellungen kostenlos besuchen (Premieren ausgenommen). Die Karten können einfach unter Vorlage des Passes an der Theaterkasse abgeholt werden. Nach Ostern werden wir mit zwei clownesken Familienprogrammen unterschiedliche Begegnungszentren besuchen. Am 21. Mai beteiligen wir uns an dem weltweiten Lesungsprojekt "Das Gefühl des Krieges" mit einer kostenfreien Veranstaltung "Verbunden bleiben - Stimmen aus der Ukraine" in der Reithalle.

FAMILIENPROGRAMME

Mit einem kurzen, kindgerechten und clownesken Programm wird das Hans Otto Theater ab 20. April unterschiedliche Potsdamer Begegnungszentren besuchen, die derzeit ukrainischen Menschen Hilfe anbieten.
Die Prinzessin auf der Erbse
Clowneskes Gemüsetheater
Es war einmal ein Prinz, der wollte eine Prinzessin heiraten. So beginnt das bekannte Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ von Hans Christian Andersen. Doch warum die Prinzessin auf 20 Matratzen schlafen muss und welche Rolle dabei eine winzige Erbse spielt – das erkunden spielerisch und mit wenigen Worten zwei Verkäuferinnen des Gemüsestands auf dem Potsdamer Markt. Sie bringen Grünzeug zum Sprechen und Obst zum Lachen.

MIT Ulrike Beerbaum, Franziska Melzer
Picknick mit Hans
Eine clowneske Begegnung
Inspiriert von der derb-komischen Gestalt des Hanswurst, der seit dem 16. Jahrhundert auf deutschen Jahrmärkten und Wanderbühnen seinen Schabernack trieb, hat das Hans Otto Theater eine Figur entwickelt, die von großer Neugier angetrieben ist, die Welt zu entdecken. Diesmal ist Hans auf der Suche nach einem gemütlichen Platz zum Picknicken. Kaum gefunden, macht ihm die Straßenkehrerin Fritzi Feger das sonnige Plätzchen streitig. Sie möchte sich ihrer Aufgabe widmen und Hans ist im Weg. Wie die beiden aufeinandertreffen und ob sich Fritzi doch noch zum Picknicken verführen lässt, zeigt diese clowneske Begegnung.

MIT Laura Maria Hänsel, René Schwittay

GEWALTFREIHEIT – TIBET
„Pah-la“ von Abhishek Majumdar

In einem abgelegenen Dorf in Ost-Tibet lebt Deshar, eine selbstbewusste junge Frau, die sich für ein Leben als buddhistische Nonne entschieden hat. Als sich die Nonnen gegen angeordnete Umerziehungsmaßnahmen wehren, wird das Kloster auf Anordnung des chinesischen Polizeioffiziers Deng geschlossen. Das Gefühl von Machtlosigkeit angesichts permanenter Unterdrückung bringt Deshar zu einem radikalen Entschluss.

„Pah-la“ (tibetisch=Vater) ist ein Stück über das heutige Tibet und die Zukunft der Gewaltlosigkeit. Es basiert auf einer zentralen Frage: Ist Gewaltlosigkeit in der heutigen Welt, in der Krieg herrscht und die meisten Revolutionen eine gewaltsame Wendung genommen haben, noch relevant? Der Autor Abhishek Majumdar arbeitete bei seinen Recherchen in Tibet eng mit der tibetischen Exilgemeinde zusammen. Begleitet wird das Stück von einer Ausstellung, die den Besucher*innen die Möglichkeit gibt, sich mit der Situation Tibets vertiefend auseinanderzusetzen.
EINE KOPRODUKTION VON TIBET THEATRE UND DEM TIBETAN INSTITUTE OF PERFORMING ARTS AUS DHARAMSALA / INDIEN UND DER TIBET INITIATIVE DEUTSCHLAND
REGIE
LHAKPA TSERING
HARRY FUHRMANN

TIBETISCHE OPER
SAMTEN DHONDUP
BÜHNE
TIMO DENTLER
OKARINA PETER
AUSSTELLUNG
TIBET INITIATIVE
DEUTSCHLAND E. V.
13-MAI-2023
GROSSES HAUS
Zum 89. Todestag Hans Ottos "MÜHSAMPROJEKT"
von Ralf „Trotter“ Schmidt

Der Schauspieler und Kommunist Hans Otto wurde am 13. November 1933 von der SA verhaftet und nach neun Tagen Folter aus einem Fenster gestürzt. Am 24. November 1933 erlag er im Berliner Staatskrankenhaus seinen Verletzungen. Unser Theater trägt seit nunmehr 70 Jahren seinen Namen. Anlässlich des 89. Todestages von Hans Otto laden wir den Musiker Ralf „Trotter“ Schmidt zu uns ein, der einem Zeitgenossen Hans Ottos begegnet ist – Erich Mühsam, einem schillernden politischen Dichter und Agitator gegen Unterdrückung, Krieg und Faschismus.

„Trotter“ Schmidt hat Lyrik aus unterschiedlichen Schaffensperioden Mühsams vertont. Freiheit, Rebellion und Antifaschismus paaren sich mit Themen wie Einsamkeit, verschmähter Liebe und sexuellen Abenteuern. Dieser Vielfältigkeit trägt „Trotter“ Schmidt dadurch Rechnung, dass er die so unterschiedlichen Themen und lyrischen Formen mit einem breiten Spektrum an musikalischen Stilen präsentiert, von Blues, rockigen Balladen über Folk mit Jazzelementen bis hin zur Anlehnung an deutsche Arbeiterhymnen.
24-NOV-2022
REITHALLE
DIE DINGE DES LEBENS

Marion Brasch im Gespräch mit ...

Worüber spricht man mit einem fremden Menschen, den man besser kennenlernen möchte? Meist über Unverfängliches: Welche Filme magst du, welche Musik hörst du, was liest du so? Hinter den Antworten stecken Geschichten, und diese Geschichten erzählen oft mehr und anderes über ein Leben, als es die Chronologie einer Biografie tut. Und so lädt Marion Brasch ihre Gäste – bekannte Gesichter aus Kunst, Kultur oder Gesellschaft – dazu ein, eine Lieblingsplatte, einen Lieblingsfilm und ein Lieblingsbuch mitzubringen und darüber überraschende Einblicke in Prägungen und Denkweisen zu eröffnen. Unsere beliebte Reihe mit der Radiomoderatorin und Buchautorin Marion Brasch geht in ihre dritte Saison. Nach den anregenden, nachdenklichen wie unterhaltsamen Abenden mit Dani Levy, Jutta Wachowiak, Fritzi Haberlandt, Jörg Thadeusz und Florian Illies erwarten Sie wieder interessante Gäste.
17-NOV / 15-DEZ-2022 / 12-JAN / 9-MÄRZ-2023
REITHALLE
GEM/EINSAM

Dialograum

Menschen verschanzen sich heute in privaten Rückzugsräumen oder verlieren aus anderen Gründen den Kontakt zu ihren Mitmenschen. Soziolog*innen sprechen gar vom Zeitalter der Einsamkeit. Wir fragen danach, wie neuer Zusammenhalt entstehen könnte, was Gemeinschaft ausmacht und welche Formen von Gemeinsamkeit uns ansprechen. Perspektiven auf das Thema dieser Spielzeit erweitern – das wollen wir zusammen mit externen Gästen, mit Ensemblemitgliedern und Ihnen, liebes Publikum. An mehreren Terminen begrüßen die Dramaturg*innen oder die Intendantin Sie zum Dialograum, der jeweils von kleinen künstlerischen Beiträgen, kurzen Lesungen oder inspirierenden Impulsvorträgen flankiert und angereichert wird.
29-SEP / 3-NOV-2022 / 9-FEB / 23-MÄRZ-2023
REITHALLE BOX
BÜHNE AUF ZACK
Nachdem wir im vergangenen Spätsommer mit unserer rot-zackigen mobilen Minibühne an verschiedenen Orten der Stadt für Aufsehen gesorgt haben, geht der rote Zacken auch in diesem Jahr wieder auf Tour durch Potsdam. Erneut präsentieren unsere Schauspieler*innen knackige Monologe, kurze Texte und animierende Songs als künstlerische Muntermacher und Appetithappen. Es erwartet Sie eine Wundertüte kleiner anregender Theater-Überraschungen, die wir Ihnen als Geschenk mitbringen. Kommen Sie zu uns ins Offene! Wir sind gespannt auf erfrischende Begegnungen auf ungewohntem Terrain.
Termine im Monatsplan
MÄRKISCHE LESELUST

Lesereihe unter der Leitung von Hans-Jochen Röhrig

Hans Jochen Röhrig, von 1979 bis 2008 festes Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters, gestaltet seit Jahren mit großem Erfolg Matinee-Veranstaltungen, in denen er zusammen mit Schauspiel-Kolleg*innen, jeweils musikalisch begleitet, durch die Berlin-Brandenburgische Literatur führt. Die Reihe „Märkische Leselust“, die auch im Potsdamer Umland, so in Oranienburg, Petzow, Beelitz und Brandenburg zu Gast war, feiert 2023 ihr 30-jähriges Jubiläum.

„Von Waidmannsglück und Jägerlatein“ widmet sich einfachen Jägern wie imperialen Staatenlenkern. Dazu erklingt jagdliche Hornmusik von den Horn-Ladys aus Potsdam. „Der Geldverleiher“ von Catherine Gore in der wiederentdeckten Übertragung von Theodor Fontane ist geplant. „Diplomatengeplauder“ gibt Münchhausens Urenkel zum Besten: „Wenn wir die Wahrheit sagen, haben wir uns versprochen.“ „Köstliche Weihnachtsleckereien“ werden gereicht und „Kubinke“ von Georg Hermann über die tragikomischen Irrungen eines liebenswerten Friseurgesellen wird nachgeholt. Zum 30-jährigen Jubiläum kehrt Fontanes „Frau Jenny Treibel“ wieder – mit Rita Feldmeier und Hans- Jochen Röhrig.
TERMINE IM MONATSPLAN
LUNCHPAKET
Literarische Mittagspause

Die Mittagspause literarisch verbringen: Ensemblemitglieder des Hans Otto Theaters lesen in regelmäßigen Abständen mittwochs zur Mittagszeit in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam. Die Lesungen orientieren sich an den Produktionen des Theaters, Themen der Landeshauptstadt oder besonderen Anlässen. Doch die Nahrung ist nicht ausschließlich kultureller, sondern auch kulinarischer Art.
IN KOOPERATION MIT DER STADT- UND LANDESBIBLIOTHEK POTSDAM
TERMINE IM MONATSPLAN
HANS OTTO ZU GAST IN DEN GÄRTEN UND HÄUSERN DER STADT
Seit 2019 gastieren in dieser Reihe, die in Kooperation mit dem Verein Berliner Vorstadt e. V. etabliert wurde, Mitglieder des Ensembles an besonderen Orten. Dabei haben sie für die Gärten oder Häuser, die sich in Privatbesitz befinden, ein besonderes literarisches oder musikalisches Programm im Gepäck.
IN KOOPERATION MIT DEM VEREIN BERLINER VORSTADT E. V.
Termine im Monatsplan
AG KLIMAWANDEL UND THEATER
Offene Arbeitsgruppe für Theaterschaffende, Aktivist*innen und Interessierte

Wie begleiten wir als Kulturschaffende den dringend benötigten sozialökonomischen Wandel? Welche Erzählungen, aber auch welches Wissen braucht es, um ihn aktiv mitzugestalten? Die vor zwei Jahren gegründete AG Klimawandel und Theater ist eine offene, interdisziplinäre Arbeitsgruppe für Theaterschaffende, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Interessierte. Ob mit oder ohne Vorkenntnisse: Sie sind herzlich eingeladen, mit uns zu denken, sich zu vernetzen und auszutauschen! Gemeinsam nähern wir uns in dieser Spielzeit u. a. Themen wie „Klima und Krieg“, „Klima und Gender“ und „Materialkreisläufe“ an. Wir fragen nach unterschiedlichen Perspektiven und tauschen uns über potenzielle Maßnahmen aus – im Großen wie auch im Kleinen, bei uns selbst. Denn konkretes Handeln ist gefragt und wichtiger denn je!
DIE AG TRIFFT SICH DREI- BIS VIERMAL IM JAHR.
NACHTSCHWÄRMER
Late Night Theater mit dem Ensemble

Mit Spaß am Ausprobieren, entschlossen unfertig, sehr musikalisch und trunken vor Poesie präsentieren Schauspieler*innen sowie Gäste szenische Lesungen, Lyrik-Performances, Impro-Theater, Unplugged-Konzerte, Talk-Runden und vieles mehr. Frei nach dem Motto: Kurz geprobt, heiß serviert! In entspannter Clubatmosphäre entsteht an wechselnden Orten (Kantine, Glasfoyer oder Box) ein Möglichkeitsraum für wild Gemixtes aller Art: zu vorgerückter Stunde, im Anschluss an die regulären Vorstellungen. Als Special wird auch die geheimnisumwitterte Bar Paradiso wieder ihre Pforten öffnen. An diesem Ort für Lebenskünstler*innen, Fantasten und schräge Gestalten der Nacht kommt es zu überraschenden Begegnungen zwischen all denen, die hier im Raum-Zeit-Kontinuum gestrandet sind.
SCHAUSPIELSCHULTREFFEN 2023
in der Schiffbauergasse

Seit den 1990er Jahren findet der Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender jährlich an wechselnden Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt – und 2023 in der Schiffbauergasse in Potsdam! Der Wettbewerb, umgangssprachlich Schauspielschultreffen genannt, zeigt innerhalb einer Woche Ensemble- und Soloproduktionen der deutschsprachigen Hochschulen und bringt die Studierenden in Rahmenveranstaltungen zum Austausch und der Vernetzung zusammen. Diskutiert werden nicht nur unterschiedliche Methoden in der Ausbildung, sondern auch aktuelle Diskurse und Zukunftsideen für das Theater. Drei Förderpreise werden am Ende des Wettbewerbs durch eine unabhängige Jury vergeben.

Mit der Produktion „Concord Floral“, die in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF entsteht und in der Studierende zu erleben sind, wird auch das Hans Otto Theater beim Schauspielschultreffen vom 18. bis 24. Juni 2023 dabei sein.

ZUGABE MAGAZIN 01-2023

ZUGABE MAGAZIN 04-2022

ZUGABE MAGAZIN 03-2022

ZUGABE MAGAZIN 02-2022

ZUGABE MAGAZIN 01-2022