
Gruppenbild bei den Werkstatttagen der Bürgerbühne Januar 2024
Bürgerbühne
Die Bürgerbühne ist ein Ort der Teilhabe am Kulturleben für Menschen ab 16 Jahren. Im Zentrum stehen einerseits die Erfahrungen und Geschichten der Teilnehmenden und andererseits die produktive Auseinandersetzung mit unserer Stadt und Gesellschaft sowie Europa und der Welt. Dabei ist ein offener und freier Gedankenaustausch mit der Möglichkeit von Perspektivwechseln angestrebt. Es geht aber auch darum, unter professioneller Anleitung in einem Ensemble Position zu beziehen und sich auf der Bühne des Hans Otto Theaters zu präsentieren, um mit dem Publikum in Dialog zu treten.
Was sämtliche Mitspieler*innen der Bürgerbühne, so unterschiedlich ihr Herkommen und persönlicher Hintergrund auch sein mögen, dabei miteinander vereint, ist zum einen die Freude am Theaterspiel, zum anderen aber auch das Bestreben, aus der "Schutzzone" herauszutreten, um sich gemeinschaftlich und aktiv über aktuelle Themen auszutauschen.
Unter der Gesamtleitung von Manuela Gerlach hat die BÜRGERBÜHNE nun neue Projekte in Aussicht genommen.
Was sämtliche Mitspieler*innen der Bürgerbühne, so unterschiedlich ihr Herkommen und persönlicher Hintergrund auch sein mögen, dabei miteinander vereint, ist zum einen die Freude am Theaterspiel, zum anderen aber auch das Bestreben, aus der "Schutzzone" herauszutreten, um sich gemeinschaftlich und aktiv über aktuelle Themen auszutauschen.
Unter der Gesamtleitung von Manuela Gerlach hat die BÜRGERBÜHNE nun neue Projekte in Aussicht genommen.
Bereit für den Abgrund?
Die neue Werkstatt der Bürgerbühne
„Sei du selbst!“, heißt es ständig. Aber was heißt das eigentlich, wenn das Selbst nicht besonders sympathisch ist? Wir gehen dahin, wo es moralisch fragwürdig wird. Dorthin, wo Menschen widersprüchlich sind. Wo Moral plötzlich brüchig wird. Wo Figuren entstehen, die nicht sauber sind. Die lügen, übertreiben, sich widersprechen. Die glauben, im Recht zu sein und es vielleicht nicht sind.
Was passiert, wenn solche Weltbilder aufeinandertreffen? Wenn sie sich nicht ausweichen können? Im Spiel gehen wir da rein. Ohne die Pflicht, „richtig“ zu sein. Wir improvisieren, erfinden Figuren, lassen sie aufeinanderprallen, schauen, was passiert, wenn unterschiedliche Gedanken, Moralvorstellungen und Eigenheiten aufeinandertreffen. Antihelden wie der Joker, Deadpool, Medea und sogar Antigone werden zerlegt, neu zusammengesetzt und als Inspiration für uns genutzt. Wir probieren aus, verwerfen, überziehen, treiben Dinge zu weit. Vielleicht wird es komisch. Vielleicht ungewohnt. Vielleicht beides gleichzeitig.
Beim ersten Treffen am 6. Juni 2026 von 11 bis 17 Uhr lernen wir uns kennen, wärmen uns auf und springen direkt ins Spiel. Es ist ein Vorgeschmack auf die weiteren Termine im September/Oktober, denn dann entwickeln wir Szenen, improvisieren, experimentieren und haben Spaß – wild, frei und unvorhersehbar.
Für alle Menschen ab 16 Jahren, die Lust haben, einfach drauflos zu spielen, abgründige Figuren zu entdecken, Impro zu probieren und zu sehen, wohin das Spiel sie trägt. Theatererfahrung? Braucht es nicht!
WANN? 6-Juni-2026 von 11 bis 17 Uhr / weitere Termine September & Oktober 2026
WO? Probebühne Hans Otto Theater, Schiffbauergasse
LEITUNG: Tillmann Staemmler / Theaterpädagoge
ANMELDUNG bis zum 1. Juni 2026 unter buergerbuehne@hansottotheater.de
Was passiert, wenn solche Weltbilder aufeinandertreffen? Wenn sie sich nicht ausweichen können? Im Spiel gehen wir da rein. Ohne die Pflicht, „richtig“ zu sein. Wir improvisieren, erfinden Figuren, lassen sie aufeinanderprallen, schauen, was passiert, wenn unterschiedliche Gedanken, Moralvorstellungen und Eigenheiten aufeinandertreffen. Antihelden wie der Joker, Deadpool, Medea und sogar Antigone werden zerlegt, neu zusammengesetzt und als Inspiration für uns genutzt. Wir probieren aus, verwerfen, überziehen, treiben Dinge zu weit. Vielleicht wird es komisch. Vielleicht ungewohnt. Vielleicht beides gleichzeitig.
Beim ersten Treffen am 6. Juni 2026 von 11 bis 17 Uhr lernen wir uns kennen, wärmen uns auf und springen direkt ins Spiel. Es ist ein Vorgeschmack auf die weiteren Termine im September/Oktober, denn dann entwickeln wir Szenen, improvisieren, experimentieren und haben Spaß – wild, frei und unvorhersehbar.
Für alle Menschen ab 16 Jahren, die Lust haben, einfach drauflos zu spielen, abgründige Figuren zu entdecken, Impro zu probieren und zu sehen, wohin das Spiel sie trägt. Theatererfahrung? Braucht es nicht!
WANN? 6-Juni-2026 von 11 bis 17 Uhr / weitere Termine September & Oktober 2026
WO? Probebühne Hans Otto Theater, Schiffbauergasse
LEITUNG: Tillmann Staemmler / Theaterpädagoge
ANMELDUNG bis zum 1. Juni 2026 unter buergerbuehne@hansottotheater.de
TILLMANN STAEMMLER STELLT SICH VOR:
„Seit ich denken kann, wollte ich Schauspieler werden. Theater war immer da. Während andere Kinder Tore geschossen haben, habe ich Szenen geprobt. Ich stand früh auf der Bühne und habe gespielt, gespielt, gespielt – auf Schulbühnen, in Amateurgruppen, in freien Theatern. Theater war nie nur ein Hobby, sondern eher wie ein zweiter Blutkreislauf. Am Ende bin ich kein Schauspieler geworden. Zum Glück. Denn in meinem Studium an der Hochschule Osnabrück sollte ich erleben, wie viel mehr Theater sein kann: ein Raum, in dem Menschen ihre Stimme finden, Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und sich neu erleben können. Drei Jahre lang war ich danach am Theater Magdeburg (2022–2025) und habe dort erlebt, wie Theater nicht nur Stücke hervorbringt, sondern vor allem Menschen wachsen lässt. Heute begeistert mich das gemeinsame Machen am meisten. Theater ist für mich kein Ort, an dem wenige glänzen und der Rest zuschaut, sondern ein Ort, an dem alle mitreden, mitbestimmen und mitspielen können. Ein demokratischer Spielplatz, auf dem jede*r eingeladen ist, Grenzen zu sprengen, Neues zu wagen und im Spiel ein Stück mehr bei sich selbst anzukommen.“

Tillmann Staemmler, Foto: Dorothea Tuch
TRAILER BÜRGERBÜHNE
TRAILER BÜRGERBÜHNE
KONZEPT Oliver Toktasch SCHNITT Nanda Gamarra
KONZEPT Oliver Toktasch SCHNITT Nanda Gamarra
Aktuelle Produktion
GOTT AUS PLASTIK
In der vergangenen Spielzeit lag der Schwerpunkt der Bürgerbühne auf generationsübergreifender Theaterarbeit. So waren beispielsweise 22 Bürger*innen im Alter von 21 - 84 Jahren mit viel Engagement an der Inszenierung „Du liebe Zeit!“ beteiligt. Aber auch der Jugendclub, der Teil der Bürgerbühne ist, war aktiv. Die Jugendlichen erprobten mit großer Lust verschiedene Methoden der Selbst- und Seinserkundung, basierend auf Improvisationen, Schreibstrategien und Spielsequenzen. Sie entwickelten auf dieser Grundlage eine kleine Szenencollage.
In der Theatersaison 2025/26 soll unter dem Titel „Gott aus Plastik“ ein Stück entstehen, das die Perspektiven der Jugendlichen widerspiegelt. Im Rahmen der Bürgerbühne wollen wir vor allem an den Erfolg der 1. Werkstatt-Tage „Alles aufs Spiel setzen“ anknüpfen.
Weitere Projekte und Workshops sind in Planung. Das ausführliche Programm wird zu gegebener Zeit hier veröffentlicht.
In der Theatersaison 2025/26 soll unter dem Titel „Gott aus Plastik“ ein Stück entstehen, das die Perspektiven der Jugendlichen widerspiegelt. Im Rahmen der Bürgerbühne wollen wir vor allem an den Erfolg der 1. Werkstatt-Tage „Alles aufs Spiel setzen“ anknüpfen.
Weitere Projekte und Workshops sind in Planung. Das ausführliche Programm wird zu gegebener Zeit hier veröffentlicht.