Jean-Paul Sartre

1905 in Paris geboren und 1980 eben dort gestorben, gilt als einer der großen Autoren der französischen Literatur und der philosophischen Strömung des Existenzialismus. Sartre veröffentlichte zahlreiche philosophische wie literarische Schriften, die von herausragender Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte waren. Nach dem Studium der Philosophie arbeitete er ab 1929 zunächst als Gymnasiallehrer in Le Havre und in Paris. Zwischendurch hielt er sich für ein Jahr in Berlin auf (1933/34), wo er sich intensiv mit den Arbeiten von Edmund Husserls und Martin Heideggers beschäftigte. Sein erster Roman „Der Ekel“ (1938) sorgte gleich für großes Aufsehen. In den Jahren 1942 bis 1944 schloss er sich der Résistance gegen die deutschen Besatzer an. Mit seinem 1943 erschienenen philosophischen Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“ wurde er zum wichtigsten Vertreter des Existentialismus. Seit 1947 lebte er als freier Autor mit seiner Lebensgefährtin, der Autorin Simone de Beauvoir, in Paris. Seine Theaterstücke, Romane, Erzählungen und Essays machten ihn weltberühmt. 1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises für Literatur ab. Sein Theaterstück „Die schmutzigen Hände“ wurde 1948 uraufgeführt.