Jaroslav Rudiš

Jaroslav Rudiš, 1972 in Turnov (Tschechien) geboren, ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker, Publizist und Musiker. Er studierte Germanistik, Geschichte und Journalistik in Liberec, Zürich, Prag und Berlin. 2002 erschien sein Debütroman „Der Himmel unter Berlin“. Weitere Romane waren: „Grandhotel“ (2006), „Die Stille in Prag“ (2012), „Vom Ende des Punks in Helsinki“ (2013) und „Nationalstraße“ (2016). Sein jüngster Roman „Winterbergs letzte Reise“ (2019), den Rudiš auf Deutsch geschrieben hat, war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Zusammen mit dem Grafiker Jaromír 99 schuf er 2006 die Comictrilogie „Alois Nebel“, deren Verfilmung in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ den Europäischen Filmpreis 2012 gewann. In seinen künstlerischen wie publizistischen Arbeiten, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, befasst sich Rudiš häufig mit dem Verhältnis von Geschichte und Gegenwart und insbesondere mit dem Erbe der europäischen Kultur. Seine Texte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und erfuhren Adaptionen für Bühne, Hörfunk und Film. Rudiš lebt aktuell in Berlin.