Der Diener zweier Herren

Komödie von Carlo Goldoni
Neufassung von Martin Heckmanns
In Venedig ist die Verlobungsfeier von Pantalones Tochter Clarice mit dem jungen Silvio in vollem Gange, als plötzlich der Diener Truffaldino das Fest mit der Nachricht sprengt, sein Herr Federigo Rasponi stehe vor der Tür. Clarice ist entsetzt. Federigo ist niemand anderes als ihr totgeglaubter Ex-Verlobter aus Turin, dem sie zwar versprochen war, aber noch nie begegnet ist. Was das schockierte Mädchen nicht ahnt: In Wahrheit verbirgt sich in den Männerkleidern Federigos Schwester Beatrice. Sie hat ihre Heimatstadt inkognito verlassen, um ihren Geliebten Florindo wiederzufinden, der ihren Bruder im Duell getötet hat. Diesen trifft Truffaldino zufällig, ohne zu wissen, wem er da gegenübersteht. Da er sich von seinem Herrn schlecht bezahlt sieht, nimmt Truffaldino ein zweites Dienstverhältnis bei Florindo an. Die daraus folgenden Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten, und der Diener hat alle Hände voll zu tun, seine zwei Herren nichts voneinander wissen zu lassen. 

Goldonis vielleicht berühmteste Komödie, 1746 entstanden, hat auch heute nichts von ihrem Flair verloren. Je tiefer sich Truffaldino in seine Lügen und Kapriolen verstrickt, desto größer ist der Spaß bei den Zuschauer*innen, inmitten des turbulenten Chaos voller Missverständnisse, gebrochener Herzen und verfänglicher Situationen.
Regie Jan Jochymski Bühne und Kostüme Theresa Steinert Dramaturgie Alexandra Engelmann
PREMIERE 5-JUN-2020