TARTUFFE
von Molière
übersetzt und bearbeitet von Luc Bondy und Peter Stephan Jungk
Orgon und seine Familie haben sich in ihrem gutbürgerlichen Leben eingerichtet. Saus und Braus könnten ewig so weitergehen … wenn da nicht dieser windige neue Mitbewohner namens Tartuffe wäre. Als armer Bettler klopfte er an die Tür, wickelte Orgon und seine Mutter Pernelle um den Finger und führt sich nun auf wie der Herr im Haus. Orgon vergöttert ihn, verliert jegliches Maß und verspricht ihm sein Erbe und seine Tochter Mariane, die eigentlich schon mit Valère verlobt ist. Doch Tartuffe will mehr. Er gibt sich als frommer Heilsbringer, hat es aber nicht nur auf Elmire, Orgons Frau, abgesehen, sondern versucht gleich die gesamte Familie aus dem Haus zu vertreiben. Mit vereinten Kräften setzen die Bedienstete Dorine, Orgons Sohn Damis und der Rest der Familie alles daran, den Betrüger Tartuffe zu enttarnen und Orgon zur Vernunft zu bringen – aber ihr Lotterleben kann am Ende nur die Staatsmacht retten.
Molière löste mit dem „Tartuffe“ 1664 einen veritablen Theaterskandal aus, weil er den religiösen Manipulator vorführte. Heute bleibt nach der Komödie die Frage zurück, wer denn hier eigentlich scheinheiliger ist – der Betrüger selbst oder eher die, die in erster Linie an ihren eigenen Vorteil denken?
Orgon und seine Familie haben sich in ihrem gutbürgerlichen Leben eingerichtet. Saus und Braus könnten ewig so weitergehen … wenn da nicht dieser windige neue Mitbewohner namens Tartuffe wäre. Als armer Bettler klopfte er an die Tür, wickelte Orgon und seine Mutter Pernelle um den Finger und führt sich nun auf wie der Herr im Haus. Orgon vergöttert ihn, verliert jegliches Maß und verspricht ihm sein Erbe und seine Tochter Mariane, die eigentlich schon mit Valère verlobt ist. Doch Tartuffe will mehr. Er gibt sich als frommer Heilsbringer, hat es aber nicht nur auf Elmire, Orgons Frau, abgesehen, sondern versucht gleich die gesamte Familie aus dem Haus zu vertreiben. Mit vereinten Kräften setzen die Bedienstete Dorine, Orgons Sohn Damis und der Rest der Familie alles daran, den Betrüger Tartuffe zu enttarnen und Orgon zur Vernunft zu bringen – aber ihr Lotterleben kann am Ende nur die Staatsmacht retten.
Molière löste mit dem „Tartuffe“ 1664 einen veritablen Theaterskandal aus, weil er den religiösen Manipulator vorführte. Heute bleibt nach der Komödie die Frage zurück, wer denn hier eigentlich scheinheiliger ist – der Betrüger selbst oder eher die, die in erster Linie an ihren eigenen Vorteil denken?
PREMIERE 27-Mai-2027 / SOMMERBÜHNE AM TIEFEN SEE