DER BIBERPELZ

Eine Diebeskomödie von Gerhart Hauptmann
Bearbeitung von Julia Prechsl

Frau Wolff sorgt für ihre Familie, couragiert und selten um eine Antwort verlegen. Ihr ängstlicher, etwas schwerfälliger Mann und ihre nicht eben fleißige Tochter bringen sie an den Rand der Geduld, nie aber zum Verstummen. Als ihre Tochter von ihrer Stellung beim reichen Rentier Krüger wegläuft, nutzt Frau Wolff die Gelegenheit, um wertvolles trockenes Holz zu stehlen, das die Tochter eigentlich in Krügers Stall hätte bringen sollen. Denn Frau Wolff, die stets Rechtschaffenheit herauskehrt, bedient sich gern auch mal ganz ungeniert bei anderen – zumindest bei denen, die sowieso genug haben. So entwendet sie Krüger auch einen Biberpelz, bringt ein solches Stück im Verkauf an den Spreeschiffer Wulkow doch eine Summe ein, mit der sie den größten Teil ihrer Schulden begleichen kann. Es kommt zur Anzeige bei Amtsvorsteher von Wehrhahn. Dieser besessene Demokratenjäger nutzt den Vorfall, um gegen einen Untermieter Krügers vorzugehen, einen Schriftsteller, dessen Lektüre und freigeistige Gäste ihn höchst verdächtig machen. Eine Verhandlung wird einberufen, bei der Frau Wolff geschickt jeden Verdacht von sich weisen kann …

Gerhart Hauptmanns Gesellschaftssatire zeigt Mutter Wolff als schlagfertige Anti-Heldin und Sympathieträgerin inmitten schräger Gestalten, die alle eigene Absichten verfolgen.
REGIE Julia Prechsl BÜHNE Luisa Wandschneider KOSTÜME Olivia Rosendorfer
PREMIERE 12-MÄRZ-2026 / GROSSES HAUS

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