KLEINER MANN - WAS NUN?
von Hans Fallada
Theaterfassung von Annette Pullen
Johannes Pinneberg und Emma Mörschel lieben sich – auf den ersten Blick, bedingunglos und bis an den Rand ihrer Existenz. Sie nennt ihn „Junge“, er sie „Lämmchen“. Sie stammt aus einer Arbeiterfamilie in der norddeutschen Provinz, er ist dort ein einfacher Angestellter. Als Lämmchen überraschend schwanger wird, heiraten sie kurzum. Sein Gehalt reicht gerade so für das künftige Familienleben, aber es reicht – zumindest bis Pinneberg seinen Job in der Kleinstadt wegen einer Intrige um die Tochter seines Chefs verliert. Die einzige Rettung scheint der Weg in die Großstadt – nach Berlin – zu sein, wo seine Mutter Mia lebt und ihr zwielichtiger Partner Jachmann ihm einen Job in der Herrenkonfektion des Warenhauses Mandel verschaffen kann. Doch auch hier wird das Leben nicht leichter: Eine eigene und dazu noch bezahlbare Wohnung für das Paar findet sich nur äußerst mühsam, bei Mandel werden immer rigidere Verkaufsquoten eingeführt; und Unterstützung ist spärlich – egal, ob von Freunden oder vom Staat. Die Weltwirtschaftskrise tut ihr Übriges, und kurz nach der Geburt vom kleinen Murkel wird Pinneberg erneut entlassen und verliert den Halt. Nur Lämmchen vermag es, die junge Familie über Wasser zu halten, auch als sie in einer Laube vor den Toren Berlins enden.
Aus einer Krise gehen eben stets einige wenige als Gewinner*innen und Unmengen als Verlierer*innen hervor. Die Pinnebergs zählen sicherlich zu Letzteren, und doch finden sie immer und immer wieder Rettung in sich selbst, der Liebe zueinander und zu ihrem Murkel. In einer politisch aufgeheizten Stimmung, in der der Nationalsozialismus um sich greift, und in einem System, das alles und jeden verkauft und zur profitablen Masse macht, kann nur gegenseitige Solidarität vor der Vereinzelung und dem sozialen Abstieg schützen.
Johannes Pinneberg und Emma Mörschel lieben sich – auf den ersten Blick, bedingunglos und bis an den Rand ihrer Existenz. Sie nennt ihn „Junge“, er sie „Lämmchen“. Sie stammt aus einer Arbeiterfamilie in der norddeutschen Provinz, er ist dort ein einfacher Angestellter. Als Lämmchen überraschend schwanger wird, heiraten sie kurzum. Sein Gehalt reicht gerade so für das künftige Familienleben, aber es reicht – zumindest bis Pinneberg seinen Job in der Kleinstadt wegen einer Intrige um die Tochter seines Chefs verliert. Die einzige Rettung scheint der Weg in die Großstadt – nach Berlin – zu sein, wo seine Mutter Mia lebt und ihr zwielichtiger Partner Jachmann ihm einen Job in der Herrenkonfektion des Warenhauses Mandel verschaffen kann. Doch auch hier wird das Leben nicht leichter: Eine eigene und dazu noch bezahlbare Wohnung für das Paar findet sich nur äußerst mühsam, bei Mandel werden immer rigidere Verkaufsquoten eingeführt; und Unterstützung ist spärlich – egal, ob von Freunden oder vom Staat. Die Weltwirtschaftskrise tut ihr Übriges, und kurz nach der Geburt vom kleinen Murkel wird Pinneberg erneut entlassen und verliert den Halt. Nur Lämmchen vermag es, die junge Familie über Wasser zu halten, auch als sie in einer Laube vor den Toren Berlins enden.
Aus einer Krise gehen eben stets einige wenige als Gewinner*innen und Unmengen als Verlierer*innen hervor. Die Pinnebergs zählen sicherlich zu Letzteren, und doch finden sie immer und immer wieder Rettung in sich selbst, der Liebe zueinander und zu ihrem Murkel. In einer politisch aufgeheizten Stimmung, in der der Nationalsozialismus um sich greift, und in einem System, das alles und jeden verkauft und zur profitablen Masse macht, kann nur gegenseitige Solidarität vor der Vereinzelung und dem sozialen Abstieg schützen.
REGIE Annette Pullen
BÜHNE Iris Kraft
KOSTÜME Katharina Weissenborn
MUSIK Jörg Follert
DRAMATURGIE Jan Pfannenstiel
2 STUNDEN 30 MINUTEN, INKLUSIVE PAUSE / PREMIERE 16-JAN-2026 / GROSSES HAUS
MIT
Johannes Pinneberg
Emma Mörschel genannt Lämmchen
FRAU IM WARTESAAL / WITWE SCHARRENHÖFER / MIA PINNEBERG / KRANKENSCHWESTER
DR. SESAM / JACHMANN / JÄNECKE
KARL MÖRSCHEL / LAUTERBACH / HEILBUTT / KRANKENSCHWESTER
KRANKENSCHWESTER / BERGMANN / SPANNFUSS / SCHLÜTERn
MANN IM WARTESAAL / SCHULZ / KESSLER / KUNDE / KRYMNA / SCHUPO
FRAU MÖRSCHEL / FRAU BERGMANN / EMILIE KLEINHOLZ / EHEFRAU DES KUNDEN / VERMIETERIN / KRANKENKASSENANGESTELLTER / FRAU RUSCH
HERR MÖRSCHEL / EMIL KLEINHOLZ / LEHMANN / MUTTER DES KUNDEN / PUTTBREESE
KRANKENSCHWESTER / MARIE KLEINHOLZ / FRÄULEIN SEMMLER / SCHWESTER DES KUNDEN / MURKEL
Erzähler*in
Ensemble
HANS OTTO IM GESPRÄCH MIT Dramaturg Jan Pfannenstiel
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