ZUR FRÖHLICHEN ZWIETRACHT!

Eine Komödie der Versöhnung
von Jan Neumann und Ensemble
Die Fledermäuse im Dachkasten der Datsche Nummer 8 hatten eigentlich Feierabend. Doch dann bricht die marode Hauptstromleitung zusammen – und mit ihr die Idylle der Wochenendhaussiedlung „Zur fröhlichen Eintracht“. Ein Graben muss her. Für das neue Kabel. Aber wo genau? Hier oder diesen historisch sensiblen halben Meter weiter links? Und wenn schon gebuddelt wird: warum nicht gleich Glasfaser? Wochenendidylle mit Funkloch oder Datsche mit 4K? Regionale Elektrofirma oder EU-weite Ausschreibung mit Transparenzpaket? Bald knallt aufeinander, was ohnehin auf Kollisionskurs ist: Fortschritt gegen Tradition! Ökonomie gegen Ökologie! West gegen Ost! Alt gegen Jung! Reich gegen Arm! Und vor allem: Stadt gegen Land! Über Nacht werden Nachbar*innen zu Grabenkämpfer*innen – mit Expertise für Strom und den Zustand der Welt. Was als harmlose Infrastrukturmaßnahme beginnt, eskaliert zur komisch-chaotischen Debattenhölle zwischen Neu-Zugezogenen und Immer-schon-da-Gewesenen, Prenzlauer Berg-Pendler*innen und Parzellen-Besitzern, Kleinfamilie und polyamorösem Patchwork-Gespann. Und dann taucht auch noch ein pazifistischer Waschbär auf. Mit einer Botschaft, die es in sich hat.

Nach dem Potsdam-Porträt „7 ½ Brücken“ entwickeln Jan Neumann und das Ensemble eine rasante Komödie über alles, was uns trennt – und die Frage: Wenn wir uns so grandios auseinanderdividieren können, kriegen wir vielleicht auch das Gegenteil hin?
REGIE Jan Neumann BÜHNE Dorothee Curio KOSTÜME Cary Gayler MUSIK Johannes Winde DRAMATURGIE Christopher Hanf
URAUFFÜHRUNG 9-OKT-2026 / GROSSES HAUS