MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER

Musik von Paul Dessau in einer Bearbeitung von Martin Klingeberg

Furchtlos und zupackend bringt Anna Fierling ihr Geschäft durch wechselvolle Kriegszeiten und wird aus gutem Grund „Mutter Courage“ genannt. Ob inmitten verschiedener Regimenter oder zwischen den Fronten, umgeben von Gewalt, Hunger, drohenden Plünderungen – Mutter Courage will Gewinn machen. So wie es die „Großen“ auch tun mit dem Krieg. Nur dass sich ihr Einkommen auf den Umsatz mit Alkohol, Fleisch oder Leinenhemden stützt (wobei unter ihrem Ladentisch auch schon mal mit Waffen und Munition gehandelt wird). Alles, was dem Geschäft dient, ist ihr recht. Bloß ihre drei erwachsenen Kinder soll der Krieg gefälligst in Ruhe und am Leben lassen. Leider aber ist ihr Eilif zu mutig, der Schweizerkas zu ehrlich, und ihre stumme Kattrin hat ein zu großes Herz. Da sind der Mutter Courage weder ein Feldprediger, der bei ihr untertaucht, noch ein Koch, dem sie ihre Zuneigung schenkt, eine Hilfe: Sie wird auf ganz verschiedene Weise ihre Kinder an den Krieg verlieren.

Mit diesem im April 1941 in Zürich uraufgeführten Stück wollte Brecht zeigen, „daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß.“ Der berühmte Theaterstoff hat angesichts heutiger Kriege nichts an Aktualität eingebüßt. Klug, unterhaltsam und mit scharfem Blick wird das Prinzip des Krieges auf einer menschlichen Ebene durchleuchtet.
REGIE Bettina Jahnke MUSIKALISCHE LEITUNG Martin Klingeberg BÜHNE & KOSTÜME Dorit Lievenbrück DRAMATURGIE Bettina Jantzen
PREMIERE 6-NOV-2026 / GROSSES HAUS

MIT

Mutter Courage
Kattrin
Paula Aschmann
Eilif
Schweizerkas
Feldprediger
Yvette Pottier
Feldhauptmann / Obrist / Soldaten
Feldwebel / Soldaten
weitere Rollen
Ensemble
Trompete / Euphonium
Schlagzeug
Posaune