Potsdamer Tanztage

AUTOTHÉRAPIE

Unbolting Colonial Statues from Our Consciousness / Mackenzy Bergile (Lorient)
Zugleich Choreograf, Musiker, Dichter und Forscher ist Mackenzy Bergile ein interdisziplinärer franco-haitianischer Künstler. In Autothérapie begibt er sich in eine körperliche Spurensuche zwischen Erinnerung und Gegenwart. In fragmentarischen „Sitzungen“ entfaltet sich ein intensiver Dialog mit Geschichte und Identität: Was im Körper gespeichert ist, beginnt zu sprechen.
Ausgehend vom haitianischen Spiralismus – einer poetischen und politischen Philosophie, die Geschichte als zyklisch und polyphon begreift – entwirft Mackenzy Bergile eine Geografie von Erinnerungen, Traumata und kulturellen Referenzen, die sich über drei Kontinente erstrecken: von der gewaltsamen Verschleppung von rund 12 Millionen Afrikaner*innen über die haitianische Revolution und die Jim-Crow-Gesetze in den USA bis ins heutige Europa. Der Körper wird zum Archiv – und zum Ausgangspunkt einer behutsamen Neuverortung.

Mit französischen/englischen Texten und englischer Übertitelung.

Anschließend: Publikumsgespräch
CHOREOGRAFIE / DRAMATURGIE / TEXT Mackenzy Bergile KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Inès Mauricio LICHTDESIGN Eduardo Abdala KOSTÜME Mackenzy Bergile
80 MINUTEN, KEINE PAUSE / 6-JUN / 19 UHR / REITHALLE

MIT

Mackenzy Bergile

TERMINE

https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

19:00 - 20:20 Reithalle
Karten