CONTENT NOTES

Sensible Inhalte
Unser Haus bietet Raum für einen gesellschaftlichen Austausch. Dabei bringen wir mitunter auch grenzüberschreitende, konfliktreiche, herausfordernde und manchmal provozierende Inhalte auf die Bühne. Da diese aufgrund individueller Erfahrungen unterschiedlich erlebt werden, teilweise verletzend, überfordernd oder retraumatisierend wirken können, möchten wir Sie auf dieser Seite auf sensible Inhalte (Content Notes) und eventuelle Trigger aufmerksam machen.

Im Gegensatz zum Begriff Triggerwarnung (TW), der aus der Traumatheorie stammt und sich vor allem an Menschen mit PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) richtet, liegt der Fokus von Content Notes (CN) auf dem Inhalt. Content Notes machen auf sensible Inhalte aufmerksam, die auch für Menschen ohne PTBS verstörend sein können und sind weniger wertend als eine Triggerwarnung. Inhalte, die wir kennzeichnen, sind beispielsweise körperliche oder sexualisierte Gewalt, Kindesmissbrauch, Selbstverletzung und Suizid.

Ein Kritikpunkt an Content Notes bzw. Triggerwarnungen ist unter anderem, dass sie die Inszenierung teilweise vorwegnehmen. Deshalb überlassen wir Ihnen die Entscheidung, ob Sie die folgenden Hinweise lesen möchten.
ALSO TRÄUMEN WIR MIT HELLWACHER VERNUNFT
In der Inszenierung Also träumen wir mit hellwacher Vernunft wird in einer Szene auf grotesk überhöhte Weise suizidales Verhalten dargestellt. Die Szene bezieht sich in Anlehnung an Christa Wolfs Erzählung „Kein Ort. Nirgends“ auf den Suizid der beiden historischen Personen Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist.

ASCHEWOLKEN
Das Stück „Aschewolken“ thematisiert Verlust, Trauer, psychische Erkrankungen und Ausschluss aus sozialen Zusammenhängen.
In einer Szene wird ein versuchter Suizid angedeutet. Bei aller Poesie der Sprache können die gezeigten Inhalte belastend wirken.

DIE PHYSIKER
In der Inszenierung von Die Physiker wird gezeigt, wie eine Frau erdrosselt wird und es fallen laute Pistolenschüsse.

HEARTSHIP
Das Stück Heartship thematisiert sexualisierte Gewalt und psychische Erkrankungen (Skin Picking Disorder).

SEROTONIN
In der Inszenierung von Serotonin kommen (wie auch im Roman von Michel Houellebecq) Passagen expliziter sexueller Sprache vor sowie Passagen, die als anstößig, verletzend, stigmatisierend, sexistisch, rassistisch, frauenfeindlich, altersdiskriminierend oder homophob empfunden werden können. Auf erzählerische Weise werden folgende sensible Inhalte thematisiert: Suizid, Pornografie, Tierpornografie, sexueller Missbrauch und Gewalt an Kindern, Femizid, Prostitution, Mord und Suchtverhalten.


WHITE RABBIT, RED RABBIT
Bitte beachten Sie, dass sich dieses Stück mit sensiblen und möglicherweise belastenden Themen auseinandersetzt. „White Rabbit, Red Rabbit“ soll sowohl das Publikum als auch den Darstellenden überraschen. Im Interesse des Stücks ist es nicht möglich, diese Themen genauer zu benennen.