DIGITALES PROGRAMMHEFT
EINIGE GEDANKEN ZUR INSZENIERUNG
Ein Geflecht aus Geschichten, Materialien und Erinnerungen, das sich nicht mehr auflösen lässt: Die Farm ist kein klar zuzuordnender Ort mehr, sie ist ein Raumschiff, ein Labor, ein Schlachthof, ein Archiv. Das ist keine harmonische Welt, auch die Gegenstände zeugen von einer Unruhe. Hier muss etwas passiert sein, das Verstörung verheißt, nicht Freiheit. Im Raum steht vielleicht die Frage des Soziologen Harold Garfinkels: „What can be done to make trouble?“
Das ließe sich als Aufruf verstehen, aber auch als eine Beobachtung, die Irritation ausdrückt. Das Gefühl, dass die vertraute Welt plötzlich fremd wird, dass die Regeln, nach denen man bisher gelebt hat, nur eine von vielen Möglichkeiten sind, verstärkt die Unruhe. Die hier auftauchenden Kreaturen haben sich „verwandt gemacht“.
Die miteinander eingegangen Verwandtschaftsbeziehungen lassen auf eine nicht näher bestimmbare Zukunft schließen. Die Vermischung ist so unentwirrbar, dass einige Generationen einander abgelöst haben müssen. Sie praktizieren das, was die Wissenschaftshistorikerin Donna Haraway „sympoietische Verwandtschaft“ nennt: die Utopie eines gemeinsamen Erschaffens, eines ineinander Wachsens, das keine klare Trennlinie mehr kennen soll zwischen Art und Art. In Donna Haraways Büchern wimmelt es von Hunden, Menschenaffen, Oktopoden, Cyborgs und Hybriden. Sie plädiert dafür, anzuerkennen, wie vermischt die Grenzen zwischen der von uns genutzten Technik und den verschiedenen Spezies der Erde schon lange sind. So schlägt sie als Gegenbild zum Anthropozän – das Zeitalter des Menschen – das Chthuluzän vor, das Zeitalter des spinnenhaft Verwobenen von allem und allen. Doch auch die Farm ist nicht frei von Gewalt und Unterdrückung.
Aus der Ratlosigkeit derjenigen, die wissen, was kommt und die es nicht zu verhindern vermögen, geraten die Kreaturen in ein Erzählen. In der ihnen eigenen Sprache erzählen sie die Geschichte eines alten Traums, der so stark, so überzeugend und so unzerstörbar ist, dass er sie aufs Neue verführt.
Sprache ist nicht nur Medium der Verständigung, sondern entwirft und vermittelt Utopien. Die Sprache reißt mit oder stößt ab, wird ein Gerücht, eine Maxime oder ein Schlachtruf. Sie formt unsere Vorstellung von Freiheit, indem sie Grenzen sprengt oder neu zieht, in dem sie vermittelt, wem die Freiheit gelten soll und wem nicht. Freiheit selbst ist nicht zwangsläufig ein ambivalenter Begriff, kann es durch seine Verwendung aber werden, wie sie auch zur bloßen Floskel erstarren kann.
Für Haraway ist Freiheit kein statischer Zustand, sondern ein prozesshaftes, verwundbares Geschehen – das immer auch Ausschluss, Gewalt und Widersprüche mitdenken muss. In diesem Sinne wird Ambivalenz zur Bedingung der Möglichkeit von Freiheit: Nur wer ihre Widersprüche anerkennt, kann sie wirklich denken.
Ambivalenz also nicht als Paralyse, sondern als Einladung zum kritischen Spiel. Vielleicht liegt die eigentliche Utopie der Sprache also nicht in ihrer Reinheit, sondern in ihrer Fähigkeit, Macht sichtbar zu machen – und gleichzeitig Räume für das Unkontrollierbare offen zu halten. In diesem Sinne wäre Freiheit weniger ein Ziel als eine Praxis des kreaturhaften Stotterns, des befragenden Umdenkens und des gemeinsamen Scheiterns.
Emma Charlott Ulrich (Dramaturgie)
Das ließe sich als Aufruf verstehen, aber auch als eine Beobachtung, die Irritation ausdrückt. Das Gefühl, dass die vertraute Welt plötzlich fremd wird, dass die Regeln, nach denen man bisher gelebt hat, nur eine von vielen Möglichkeiten sind, verstärkt die Unruhe. Die hier auftauchenden Kreaturen haben sich „verwandt gemacht“.
Die miteinander eingegangen Verwandtschaftsbeziehungen lassen auf eine nicht näher bestimmbare Zukunft schließen. Die Vermischung ist so unentwirrbar, dass einige Generationen einander abgelöst haben müssen. Sie praktizieren das, was die Wissenschaftshistorikerin Donna Haraway „sympoietische Verwandtschaft“ nennt: die Utopie eines gemeinsamen Erschaffens, eines ineinander Wachsens, das keine klare Trennlinie mehr kennen soll zwischen Art und Art. In Donna Haraways Büchern wimmelt es von Hunden, Menschenaffen, Oktopoden, Cyborgs und Hybriden. Sie plädiert dafür, anzuerkennen, wie vermischt die Grenzen zwischen der von uns genutzten Technik und den verschiedenen Spezies der Erde schon lange sind. So schlägt sie als Gegenbild zum Anthropozän – das Zeitalter des Menschen – das Chthuluzän vor, das Zeitalter des spinnenhaft Verwobenen von allem und allen. Doch auch die Farm ist nicht frei von Gewalt und Unterdrückung.
Aus der Ratlosigkeit derjenigen, die wissen, was kommt und die es nicht zu verhindern vermögen, geraten die Kreaturen in ein Erzählen. In der ihnen eigenen Sprache erzählen sie die Geschichte eines alten Traums, der so stark, so überzeugend und so unzerstörbar ist, dass er sie aufs Neue verführt.
Sprache ist nicht nur Medium der Verständigung, sondern entwirft und vermittelt Utopien. Die Sprache reißt mit oder stößt ab, wird ein Gerücht, eine Maxime oder ein Schlachtruf. Sie formt unsere Vorstellung von Freiheit, indem sie Grenzen sprengt oder neu zieht, in dem sie vermittelt, wem die Freiheit gelten soll und wem nicht. Freiheit selbst ist nicht zwangsläufig ein ambivalenter Begriff, kann es durch seine Verwendung aber werden, wie sie auch zur bloßen Floskel erstarren kann.
Für Haraway ist Freiheit kein statischer Zustand, sondern ein prozesshaftes, verwundbares Geschehen – das immer auch Ausschluss, Gewalt und Widersprüche mitdenken muss. In diesem Sinne wird Ambivalenz zur Bedingung der Möglichkeit von Freiheit: Nur wer ihre Widersprüche anerkennt, kann sie wirklich denken.
Ambivalenz also nicht als Paralyse, sondern als Einladung zum kritischen Spiel. Vielleicht liegt die eigentliche Utopie der Sprache also nicht in ihrer Reinheit, sondern in ihrer Fähigkeit, Macht sichtbar zu machen – und gleichzeitig Räume für das Unkontrollierbare offen zu halten. In diesem Sinne wäre Freiheit weniger ein Ziel als eine Praxis des kreaturhaften Stotterns, des befragenden Umdenkens und des gemeinsamen Scheiterns.
Emma Charlott Ulrich (Dramaturgie)
Teamplayerin auf Schatzsuche
Mariam Haas erschafft die Kostüme für George Orwells Märchen "Farm der Tiere".
Mariam Haas bezeichnet sich selbst als Sammlerin: „Ich verfüge über innere Archive, auf die ich zugreifen kann“, sagt die Kostüm- und Bühnenbildnerin, „Wortlisten, Zustandslisten, innere Bilder – neben den materiellen Archiven, Schränken, in denen ich Zeichnungen, Fotos und Zuschnitte aufbewahre. Manches darin passt nicht zusammen, und das ist anregend.“ Diese Offenheit zwischen äußerer Anregung und innerer Aufladung gehört unmittelbar zu ihrer Arbeit dazu: durchlässig zu bleiben, um Bezüge herzustellen, die erstmal merkwürdig scheinen. Beim ersten Lesen eines Textes schreibt sie alles auf, was ihr durch den Kopf geht, und diese Liste wird dann Teil ihres Archivs. Um- und Abwege sind dabei unbedingt erlaubt. „Nicht selten bin ich überrascht davon, wohin Ideen sich entwickeln können.“
Mariam Haas, 1988 in Stuttgart geboren, absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Modedesignerin und Damenmaßschneiderin. Danach hospitierte sie 2009 am Staatstheater Stuttgart bei einer Stückentwicklung von Jan Neumann, die sie unmittelbar inspirierte: „Ich dachte direkt: Hier bin ich unter meinesgleichen.“ Später studierte sie Kostüm- und Bühnenbild in Stuttgart und Mailand.
Am Hans Otto Theater war sie schon mehrmals zu Gast: Vor zwei Jahren stattete sie die Sommertheater-Produktion „Der Revisor“ aus (mit Lydia Huller), und an der neu arrangierten „Zauberflöte“ (siehe Seiten 2 und 3) ist sie ebenso beteiligt – beide Male an der Seite der Regisseurin Yvonne Kespohl. Auch mit Anna-Elisabeth Frick hat sie zuvor bereits zweimal in Potsdam zusammengearbeitet („In den Gärten oder Lysistrata Teil 2“, „Mütter!“). Nun entwirft Haas die Kostüme für „Farm der Tiere“ von George Orwell, die neueste Inszenierung von Frick.
„An ‚Mütter!‘ anknüpfen zu können, in der Arbeitsweise und gedanklich, ist ein Geschenk“, erklärt Mariam Haas. „Im Austausch mit dem Team habe ich KI gespielt und verschiedene tierische und menschliche Körper in die Misch- Maschine geworfen, in der sie sich wesenhaft ganz neu zusammensetzen aus Mensch, Tier und etwas Außerirdischem.“ Dabei bezieht sie sich auf die Naturwissenschaftshistorikerin Donna Haraway, die in ihren Schriften den Versuch unternimmt, optimistisch in eine vom Klimawandel bedrohte Zukunft zu blicken. Sie schlägt unter anderem vor, dass wir Menschen uns gestaltend auf eine Welt besinnen, die wir nicht ausbeuten, sondern in der wir gemeinsam mit der Natur, aber auch mit technischen Innovationen leben und uns neu vernetzen.
Die Kreaturen auf der Farm aber ziehen sich „die Hülle Mensch“ an, sie gestalten eine künstlich-technoide Welt, deren naturhafte Basis beinahe nur noch als Zitat vorkommt. „Es darf gebastelt aussehen. Wir erzählen eine dystopisch utopische Welt, in der unbeholfene Wesen beginnen, sich selbst zu helfen, mit ungewissem Ausgang.“ Die Suche nach einer Übersetzung für das, was sie auf schmerzlich-lustige, archaisch-tiefe Weise berührt, ist immer wieder aufs Neue die Spur der Arbeit von Mariam Haas: „Es ist etwas Rätselhaftes, eine geheimnisvolle Seelenlandschaft. Es ist nicht ganz auserzählt und erinnert an einen verworrenen Traum und sagt uns dabei etwas über das Menschsein.“
Als treue Teamplayerin verbindet Mariam Haas mit Regieführenden wie Frick, Kespohl oder Daniel Foerster und der Ausstatterin Lydia Huller eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit. „Kollektives Denken hebt immer wieder Schätze. Gemeinsam daran zu arbeiten, assoziativ dem auf die Schliche zu kommen, was einen so merkwürdig anfasst, das ist selbst eine Art Schatz.“
Emma Charlott Ulrich [erschienen in ZUGABE-MAGAZIN 01-2026]
Mariam Haas, 1988 in Stuttgart geboren, absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Modedesignerin und Damenmaßschneiderin. Danach hospitierte sie 2009 am Staatstheater Stuttgart bei einer Stückentwicklung von Jan Neumann, die sie unmittelbar inspirierte: „Ich dachte direkt: Hier bin ich unter meinesgleichen.“ Später studierte sie Kostüm- und Bühnenbild in Stuttgart und Mailand.
Am Hans Otto Theater war sie schon mehrmals zu Gast: Vor zwei Jahren stattete sie die Sommertheater-Produktion „Der Revisor“ aus (mit Lydia Huller), und an der neu arrangierten „Zauberflöte“ (siehe Seiten 2 und 3) ist sie ebenso beteiligt – beide Male an der Seite der Regisseurin Yvonne Kespohl. Auch mit Anna-Elisabeth Frick hat sie zuvor bereits zweimal in Potsdam zusammengearbeitet („In den Gärten oder Lysistrata Teil 2“, „Mütter!“). Nun entwirft Haas die Kostüme für „Farm der Tiere“ von George Orwell, die neueste Inszenierung von Frick.
„An ‚Mütter!‘ anknüpfen zu können, in der Arbeitsweise und gedanklich, ist ein Geschenk“, erklärt Mariam Haas. „Im Austausch mit dem Team habe ich KI gespielt und verschiedene tierische und menschliche Körper in die Misch- Maschine geworfen, in der sie sich wesenhaft ganz neu zusammensetzen aus Mensch, Tier und etwas Außerirdischem.“ Dabei bezieht sie sich auf die Naturwissenschaftshistorikerin Donna Haraway, die in ihren Schriften den Versuch unternimmt, optimistisch in eine vom Klimawandel bedrohte Zukunft zu blicken. Sie schlägt unter anderem vor, dass wir Menschen uns gestaltend auf eine Welt besinnen, die wir nicht ausbeuten, sondern in der wir gemeinsam mit der Natur, aber auch mit technischen Innovationen leben und uns neu vernetzen.
Die Kreaturen auf der Farm aber ziehen sich „die Hülle Mensch“ an, sie gestalten eine künstlich-technoide Welt, deren naturhafte Basis beinahe nur noch als Zitat vorkommt. „Es darf gebastelt aussehen. Wir erzählen eine dystopisch utopische Welt, in der unbeholfene Wesen beginnen, sich selbst zu helfen, mit ungewissem Ausgang.“ Die Suche nach einer Übersetzung für das, was sie auf schmerzlich-lustige, archaisch-tiefe Weise berührt, ist immer wieder aufs Neue die Spur der Arbeit von Mariam Haas: „Es ist etwas Rätselhaftes, eine geheimnisvolle Seelenlandschaft. Es ist nicht ganz auserzählt und erinnert an einen verworrenen Traum und sagt uns dabei etwas über das Menschsein.“
Als treue Teamplayerin verbindet Mariam Haas mit Regieführenden wie Frick, Kespohl oder Daniel Foerster und der Ausstatterin Lydia Huller eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit. „Kollektives Denken hebt immer wieder Schätze. Gemeinsam daran zu arbeiten, assoziativ dem auf die Schliche zu kommen, was einen so merkwürdig anfasst, das ist selbst eine Art Schatz.“
Emma Charlott Ulrich [erschienen in ZUGABE-MAGAZIN 01-2026]
Musikalische Konzeption zu Animal Farm von Hannes Strobl
Die Musik zu Animal Farm ist eine mehrkanalige elektroakustische Komposition, entwickelt
für das Lautsprechersystem und den spezifischen Raum der Reithalle des Hans Otto
Theater. Der Raum selbst wird zum Instrument, und das Lautsprechersystem fungiert als
integraler Teil von Komposition und Performance.
So entsteht ein Klangraum, in dem das Publikum selbst Teil der akustischen Situation wird.
Surreale, organische Klangflächen verweben sich mit mechanisch strukturierten Rhythmen.
Stimmen, Geräusche und Musik werden kontinuierlich in ihrer Funktion verschoben –
zwischen Atmosphäre, Ritual, Machtinstrument und Momenten von Freude und Aufbruch.
Ein Folksong, der die Wesen am Lagerfeuer begleitet, taucht wie aus einer anderen Sphäre
auf: fremd, vertraut, brüchig – ein Echo von Gemeinschaft, das sich im Verlauf des Abends
entfaltet.
für das Lautsprechersystem und den spezifischen Raum der Reithalle des Hans Otto
Theater. Der Raum selbst wird zum Instrument, und das Lautsprechersystem fungiert als
integraler Teil von Komposition und Performance.
So entsteht ein Klangraum, in dem das Publikum selbst Teil der akustischen Situation wird.
Surreale, organische Klangflächen verweben sich mit mechanisch strukturierten Rhythmen.
Stimmen, Geräusche und Musik werden kontinuierlich in ihrer Funktion verschoben –
zwischen Atmosphäre, Ritual, Machtinstrument und Momenten von Freude und Aufbruch.
Ein Folksong, der die Wesen am Lagerfeuer begleitet, taucht wie aus einer anderen Sphäre
auf: fremd, vertraut, brüchig – ein Echo von Gemeinschaft, das sich im Verlauf des Abends
entfaltet.
WEITERFÜHRENDE LINKS
Auf der Webseite der George Orwell Foundation findet sich der Text, den Orwell der ukrainischen Ausgabe von Animal Farm 1947 als Vorwort hinzufügte. Er schreibt darin über die Entstehungszusammenhänge von Animal Farm und die 1944 in Großbritannien vorherrschende Pressezensur. Das Original gilt als verschollen, der Text wurde aus dem Ukrainischen rückübersetzt und kann hier auf Englisch nachgelesen werden (die Webseite lässt sich auch ins Deutsche übersetzen.
Der Älteste auf der Farm erzählt vom Traum der Gleichheit Aller und stiftet damit über seinen Tod hinaus die Vision, auf der die freie Farm beruht. In der Sphäre der Politik sind Träume seit der Antike handlungsleitend oder Utopien stiftend. In moderner Politik vermitteln sie beispielsweise, wie Horizonte gesprengt oder erweitert werden sollen und können Massen mobilisieren.
Im Bereich der Tierethik spricht man bei Ungleichbehandlung von Tieren verschiedener Art von Speziesismus.
Wer mehr über die Verwandtheit der Kreaturen aller Art und über Donna Haraways Ansatz des sympoietischen Gefüges wissen möchte, findet hier philosophisches Futter:
In diesem Podcast erläutert Dr. Katharina Hoppe aufschlussreich, warum Haraway, anders als Posthumanist*innen, den Menschen und die Zivilisation aus ihrer Zukunftsvision des Chthuluzäns nicht wegdenkt und wie das mit der Verwobenheit von allem mit allem gemeint ist.
Wieso streben Menschen nach Macht? Der Tagesspiegel über die Psychologie der Macht und wie Machtdynamiken sich ungesund zuspitzen.
Eine Herrschaftselite mit Weltraumfantasien? Wie die Tech-Milliardäre des Silicon Valleys sich die Zukunft vorstellen.
Die "Kulturzeit"-Reihe "Control. Alt. Delete" widmet sich drei Vordenkern, deren Ideen den Einfluss der Tech-Branche auf die US-Politik und den fortschreitenden Abbau demokratischer Strukturen maßgeblich geprägt haben.
Das Philosophie-Magazin fragt in einer neuen Reihe nach den derzeit größten Bedrohungen der Freiheit. Unter diesem Link finden sie die Antwort des Politikwissenschaftlers Daniel Trusilo, der meint, dass Algorithmen, die Inhalte und Informationen selektieren, ein zentrales Problem sind.
Google, Amazon und Co entdecken das Unternehmen Unsterblichkeit. So wie 100 Jahre zuvor eine Gruppe sowjetischer Denker. Die Schriften dieser kommunistischen Philosophen und die Utopie des Silicon-Valley-Kapitalismus weisen erstaunliche Parallelen auf. Sie verraten viel über unsere Bereitschaft, Freiheit gegen Erlösung einzutauschen.
Zukunft braucht Erinnerung. Gedanken zur Erinnerungskultur, zur gesellschaftlichen Kritikfähigkeit und zum Austausch.
In der Sprache der Kreaturen der Farm finden sich Einsprengsel von Esperanto. Diese Plansprache wurde 1887 durch Ludwik Lejzer Zamenhof entwickelt. Sie ist die am weitesten verbreitete Plansprache und wird bis heute weltweit gesprochen. Die größte Community existiert in China. Aber auch in Herzberg im Harz gibt es Esperantosprechende und sogar eine Bibliothek mit Texten der Weltliteratur auf Esperanto.