Maria Stuart

Seit 19 Jahren ist Maria Stuart die Gefangene Elisabeth Tudors. Der Beihilfe zum Gattenmord verdächtigt, floh sie aus Schottland, um bei ihrer englischen Verwandten Schutz zu finden. Aus Angst, Maria könnte den englischen Thron beanspruchen, setzte die protestantische Königin die katholische Rivalin fest. Das Trauerspiel beginnt wenige Tage vor der Hinrichtung Maria Stuarts. Die Entscheidung ist längst gefallen, doch Maria schart Anhänger um sich, die versuchen, das Todesurteil abzuwenden. Ein Mordanschlag auf die englische Königin scheitert, aber Elisabeth zögert, die Hinrichtungsurkunde zu unterschreiben. Doch der Druck durch ihre Berater wird immer größer. Zwei Frauen zeichnet Schiller in seinem Werk: auf der einen Seite die jungfräuliche Königin, die sich alle Emotionen versagt, um frei und unabhängig zu bleiben, und dafür mit Einsamkeit bezahlt und auf der anderen die sinnliche Gegenspielerin, die sich Männer zunutze zu machen versteht und mit allen Mitteln um ihr Leben kämpft. Aufgerieben zwischen ihren Ratgebern und deren politischen Interessen, scheitern beide Frauen. Maria Stuart verliert ihren Kopf, Elisabeth ihren engsten Vertrauten.

Schillers Königinnendrama, 1800 uraufgeführt, ist ein Politthriller, der die Möglichkeit moralischen Handelns in der Politik hinterfragt.
Regie Alice Buddenberg Bühne und Kostüm Martina Küster Musik Stefan Paul Goetsch Dramaturgie Alexandra Engelmann
PREMIERE OKT-2020

MIT

als Elisabeth, Königin von England
als Maria Stuart, Königin von Schottland, Gefangene in England
als Robert Dudley, Graf von Leicester
als Georg Talbot, Graf von Shrewsbury
als Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh, Großschatzmeister
als Wilhelm Davison, Staatssekretär / Graf Aubespine, französischer Gesandter
als Amias Paulet, Ritter, Hüter der Maria
als Mortimer, sein Neffe