Lazarus - Lonely Child

Geistliches Musiktheater
Musik von Franz Schubert und Claude Vivier
Text von August Hermann Niemeyer und Claude Vivier
Schuberts Fragment „Lazarus“ für Solist*innen, Chor und Orchester von 1820 ist ein musikdramatisches Experiment, das von der Meisterschaft des Liedkomponisten und zukunftweisenden klanglichen Neuerungen des Sinfonikers zeugt. In der biblischen Gestalt des Lazarus wird die Auseinandersetzung mit dem Tod thematisiert. Lazarus stirbt im christlichen Glauben an ewiges Leben und die Auferstehung. Während des feierlichen Begräbnisses bricht die Komposition ab. Das eigentliche Wunder der Auferstehung hat Schubert nicht vertont. Die szenische Aufführung komplettiert „Lazarus“ mit „Lonely Child“. Über die Zeiten hinweg sprechen Schubert und Vivier in ihren Werken über Gefühle von Verlassenheit und das Mysterium des Todes. „Lonely Child“ für Sopran und Kammerorchester von 1980 ist ein ideelles wie emotionales Selbstporträt des Komponisten. Inspiriert von der traditionellen Klangwelt Balis, des Gamelan, schafft Vivier eine fantasiereiche Atmosphäre, in der das einsame Kind in der Nacht Ruhe und Trost findet.
Musikalische Leitung Trevor Pinnock Regie Frederic Wake-Walker
PREMIERE 22-NOV-2019 / Koproduktion mit der Kammerakademie Potsdam