Fräulein Smillas Gespür für Schnee

nach dem Roman von Peter Høeg
Smilla Jaspersen fühlt sich fremd in Dänemark, wo sie zur Minderheit der Inuit gehört. Ihre Kindheit verlebte sie in der wilden grönländischen Polarlandschaft. Die Erinnerungen an ihre Mutter sind mit dem rauen Leben dort verbunden. Ihr Vater, ein dänischer Arzt, verließ die Familie früh. Dann verlor sie auch die Mutter und wuchs in Internaten auf. Smilla ist Wissenschaftlerin geworden und weiß alles über Eis. Als Umweltaktivistin kritisierte sie die staatliche Erforschung Grönlands, weil diese Profitinteressen dient, die Natur ausbeutet und den Lebensraum von Menschen und Tieren zerstört. Als Forscherin stellte sie die „falschen“ Fragen und blieb unangepasst. Jetzt ist sie arbeitslos, lebt allein, und es gibt nur wenige Menschen, die ihr nahe- stehen. Der Nachbarsjunge Jesaja war einer davon, Inuk wie sie. Sie und ein anderer Nachbar haben sich manchmal um Jesaja gekümmert, wenn seine alkohol- kranke Mutter dazu nicht in der Lage war. Jetzt ist Jesaja tot. Vom Dach gestürzt. Smilla glaubt nicht an einen Unglücksfall, von dem die Polizei ausgeht, und reicht Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft ein. Sie stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und stößt überall auf Widerstand. Dabei kommt sie einem Verbrechen auf die Spur, das vertuscht werden soll. Smillas Ringen um Wahrheit wird mehr und mehr zum Kampf um das eigene Leben und zur Suche nach dem eigenen Ich.
Regie Caro Thum Bühne & Kostüme Daina Kasperowitsch Dramaturgie Carola Gerbert
Premiere FR 22-FEB-2019

Besetzung

als Smilla Jaspersen
als Mechaniker / Prof. Loyen / Elsa Lübing / Vater / Lagermann / Kommissar