Die Lage

Wohnungsbesichtigungen gleichen Castingshows. Lange Warteschlangen vor den Eingangstüren, überdimensionierte Bewerbungsmappen und intime Fragen, denen sich niemand entziehen kann. Die Konkurrenz ist hart, und nur die Besten haben eine Chance auf ihre Traumwohnung. Die Nerven liegen blank – es gilt, alles von sich offenzulegen und sich „nackt“ zu machen. Aber wie weit sind wir wirklich bereit zu gehen, nur um normal leben zu können?

Die Immobilienmarktkrise spitzt sich für Menschen mit Durchschnittseinkommen immer mehr zu: Wohnraum ist nicht bezahlbar und wenn, wetteifern Dutzende Bewerber*innen um dieselbe Wohnung. Mit rund 58 Prozent lebt ein Großteil der Deutschen zur Miete. Gut ein Drittel des Nettoeinkommens müssen sie dabei für das Wohnen aufbringen. Und so formuliert Thomas Melle in seinem Text treffend: „Die Miete ist die soziale Frage unserer Zeit.“ Der in Berlin lebende Autor hat eine vielstimmige Partitur komponiert, poetisch überhöht und zugleich unmittelbar politisch – ein Gesellschaftspanorama quer durch alle Schichten. Bitterböse beschreibt er den alltäglichen Wahnsinn bei der Wohnungssuche und den langen, steinigen Weg ins neue Heim.
Regie Elina Finkel Co-Regie & Choreografie Anja Kożik Bühne & Kostüm Ric Schachtebeck Dramaturgie Alexandra Engelmann
1 Stunde 5 Minuten / PREMIERE 5-MÄRZ-2022
Hans Otto im Gespräch mit Co-Regisseurin & Choreografin Anja Kozik
Im Anschluss an drei Vorstellungen im März laden wir zu Nachgesprächen mit Mitwirkenden der Produktion sowie einem externen Gast ein. Am 12. und 25. März begrüßen wir Holger Zschoge von „Stadt für alle“ aus Potsdam. Das Netzwerk besteht aus verschiedenen Initiativen, stadtpolitischen Gruppen sowie einzelnen Aktivist*innen und setzt sich kritisch mit der Stadtentwicklung auseinander.

Termine

https://www.hansottotheater.de/ Hans Otto Theater Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam

17:00 - 18:05 Großes Haus
ZUM LETZTEN MAL
Karten
Die Lage
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v.l. Janine Kreß, Charlott Lehmann, Philipp Mauritz, Hannes Schumacher, Mascha Schneider, Henning Strübbe, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Philipp Mauritz, Charlott Lehmann, Henning Strübbe, Mascha Schneider, Franziska Melzer, Janine Kreß, Hannes Schumacher, Foto: Thomas M. Jauk
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Janine Kreß, Hannes Schumacher, Foto: Thomas M. Jauk
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Franziska Melzer, Mascha Schneider, Foto: Thomas M. Jauk
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Franziska Melzer, Henning Strübbe, Mascha Schneider, Foto: Thomas M. Jauk
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Janine Kreß, Foto: Thomas M. Jauk
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Philipp Mauritz, Franziska Melzer, Henning Strübbe, Charlott Lehmann, Janine Kreß, Hannes Schumacher, Mascha Schneider, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Ensemble, Franziska Melzer, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Ensemble, Franziska Melzer, Janine Kreß, Foto: Thomas M. Jauk
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Henning Strübbe, Philipp Mauritz, Mascha Schneider, Hannes Schumacher, Charlott Lehmann, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Philipp Mauritz, Charlott Lehmann, Henning Strübbe, Franziska Melzer, Mascha Schneider, Hannes Schumacher, Janine Kreß, Foto: Thomas M. Jauk
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Philipp Mauritz, Charlott Lehmann, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Philipp Mauritz, Franziska Melzer, Henning Strübbe, Mascha Schneider, Hannes Schumacher, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Franziska Melzer, Hannes Schumacher, Philipp Mauritz, Charlott Lehmann, Janine Kreß, Henning Strübbe, Mascha Schneider, Foto: Thomas M. Jauk
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Henning Strübbe, Foto: Thomas M. Jauk
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v.l. Hannes Schumacher, Philipp Mauritz, Charlott Lehmann, Janine Kreß, Mascha Schneider, Franziska Melzer, Henning Strübbe, Foto: Thomas M. Jauk
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v. l. Hannes Schumacher, Philipp Mauritz, Charlott Lehmann, Janine Kreß, Mascha Schneider, Foto: Thomas M. Jauk
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Ensemble, Franziska Melzer, Foto: Thomas M. Jauk
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Charlott Lehmann, Philipp Mauritz, Foto: Thomas M. Jauk
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Franziska Melzer, Foto: Thomas M. Jauk
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Franziska Melzer, Foto: Thomas M. Jauk

Pressestimmen

"Nach und nach schälen sich aus Melles Text ein paar überzeichnete Einzelcharaktere heraus, die die Inszenierung mit Verve aufgreift, ihr dabei etwas durchaus Leichtes, gibt."
Märkische Allgemeine Zeitung, Frank Starke
"Immer wieder kippt der Abend vom überhöht Komodiantischen ins Existenzielle."
Potsdamer Neueste Nachrichten, Lena Schneider
"Oben steht die Maklerkönigin, eine Circe, die Menschen in gierige Tiere zu verwandeln weiß. Unten treten die Paare gegeneinander an, rennen, kraxeln, kriechen hinauf zur Entscheiderin, nur um im nächsten Moment abzurutschen. Dass das ziemlich gut aussieht, liegt an Choreografin Anja Kozic."
nachtkritik.de, Georg Kasch