The Rape of Lucretia

Oper in zwei Akten von Benjamin Britten
Libretto nach André Obeys Schauspiel „Le Viol de Lucrèce“ von Ronald Duncan
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Um 500 vor Christus leidet Rom unter der Terrorherrschaft des Etruskerkönigs. Ausschweifungen und Hurerei prägen das wüste Leben der Stadt. Vor den Toren Roms lagert das Heer unter Führung des Königssohns Tarquinius. Bei einem Saufgelage der Generäle werden Zoten über die treulosen Weiber gerissen. Einzig Lucretia, die Ehefrau des Generals Collatinus, gilt als rein. Ihre Tugendhaftigkeit provoziert Tarquinius. Er reitet nachts in die Stadt und vergewaltigt sie.
Obwohl sie am nächsten Morgen von ihrem Ehemann Trost erfährt, kann sie mit dem Trauma der Erniedrigung und Schande nicht weiterleben. Lucretias Selbstmord löst den Aufruhr gegen die etruskische Fremdherrschaft aus. Benjamin Britten, der bedeutendste englische Komponist des 20. Jahrhunderts, brachte die tragische Geschichte 1946 auf die Bühne. Es entstand ein expressives und spannungsvolles Meisterwerk mit acht Gesangssolist*innen sowie  dem kammermusikalisch besetzten Orchester. Eine Besondere Verbindung zur Opernaufführung stellt das Bildnis „Lukretia und Sextus Tarquinius“ von Artemisia Gentileschi dar, das im Tanzsaal des Neuen Palais hängt und 2019 nach spektakulärer Restaurierung erstmals im Museum Barberini zu sehen war.
Musikalische Leitung Douglas Boyd Bühne & Kostüme Stephan von Wedel Regie Isabell Ostermann
PREMIERE 13-NOV-2020 / Koproduktion mit der Kammerakademie Potsdam

Besetzung