Kruso

Lutz Seiler
Stück von Dagmar Borrmann nach dem gleichnamigen Roman
In einer Einrichtung für das Hans Otto Theater
Edgar studiert Dichtung, doch es gelingt ihm nicht, zum Kern seiner Kunst vorzustoßen. Als seine Freundin bei einem Unfall stirbt, geht er los, auf die Flucht, in die entfernteste Ecke seiner Heimat,
nach Hiddensee. Arbeit und Unterkunft findet er als Abwäscher in einem Ferienrestaurant. Dort trifft er auf eine sonderbare Gemeinschaft von Fernesuchern, Randexistenzen und Auserwählten − »Eskaas«, Saisonkräfte, wie er. Mit ihrem Oberhaupt, dem Offizierssohn Krusowitsch aus Potsdam, verbindet ihn bald eine intensive Freundschaft. Kruso, der seine Schwester an das Meer
verlor, lebt dafür, all jene vor dem Schritt über die letzte Grenze zu bewahren, die mit dem Sehnsuchtsblick hinüber zur anderen Seite der Welt, nach Dänemark, gekommen sind: die »Schiffbrüchigen«. Sie werden getauft, gespeist, behaust, auf daß sie Einsicht in ihre wahre, die innere Freiheit gewinnen und heimkehren können, um dort die Verhältnisse aufzusprengen. Als sich am Ende dieses Sommers von 1989 die Grenzen öffnen, leert sich die Insel. Krusos Jünger zerstreuen sich. Nur Ed bleibt an seiner Seite. Ihm vermacht Kruso seinen Lebensauftrag: Finde meine Schwester …
Für »Kruso« erhielt Lutz Seiler den Deutschen Buchpreis und den Uwe-Johnson-Preis. Der Autor lebt in Wilhelmshorst bei Potsdam und in Stockholm.
Mit freundlicher Unterstützung
Inszenierung
Regie
Bühne / Kostüme
Dramaturgie
Besetzung
Krombach / Rommstedt / Wächter
Rimbaud
Koch-Mike
Rick / Mann mit Heliomaticbrille
G. / Cleo / Verrückter Junge
Premiere 15. Januar 2016
»(Kruso) ist ein Schamane und Raphael Rubino ist darin grandios. Mit seinem Körper und wenigen Worten macht er Krusos Schmerz und Großherzigkeit für alle greifbar.«
Potsdamer Neueste Nachrichten
»Regisseur Elias Perrig gibt dem Roman eine eigene, eine unverwechselbar theatralische Realität. (Mit einem) Ensemble, das hier zu Hochform aufläuft.«
rbb Kulturradio