Dogville

Lars von Trier
Dramatisiert von Christian Lollike
Deutsch von Maja Zade
Dogville ist ein Ort inmitten der Rocky Mountains, der »letzte Vorposten der Zivilisation«. Hier lebt eine kleine Schar ganz normaler kleiner Leute. An einem Frühlingstag hallen plötzlich Schüsse aus dem Tal herauf. Durchnässt und zitternd erreicht eine schöne Frau das Dorf: Grace. Grace ist auf der Flucht vor Gangstern. Zu ihrem Glück trifft sie auf Tom, der die Welt zum moralisch Besseren führen will. Gleich hat er einen Plan: Indem die Dorfbewohner der Fremden Schutz gewähren, sollen sie sich in ihrer Mitmenschlichkeit bestärken. Und tatsächlich: Grace wird aufgenommen. Als Gegenleistung für diese Großzügigkeit muss sie kleine Dienste für die Gemeinschaft verrichten. Das Experiment scheint zu funktionieren. Doch als klar wird, dass die Polizei nach der Flüchtlingsfrau fahndet, kippt die Stimmung. Die Leute wissen jetzt: Grace ist ihnen ausgeliefert, eine gesuchte Person ohne rechtlichen Schutz. Für Grace beginnt eine schlimme Zeit.
Das Stück nach dem berühmten Film ist eine Tour der Force ins Herz der Finsternis, eine  Passionsgeschichte von geradezu biblischer Wucht. Eine Anatomie der menschlichen Natur, zwischen Heiligstem und Hässlichstem. Es geht um Schuld, Bosheit, Moral, Rache und die Sehnsucht nach Erlösung. Nicht zuletzt thematisiert das Stück den Umgang einer Gesellschaft mit Flüchtlingen, die als Schutzsuchende von ihr abhängig sind.

»Wut und Schmerz über den Zustand der Welt«

Inszenierung
Besetzung
Thomas Edison Sr./Jason
Chuck
Ma Ginger/Der große Mann
Liz Henson
Jack McKay/Jason
Ben/Jason
Martha/Jason
Premiere 22. April 2017
»Zwischen Leichtigkeit und kraftvoller Schärfe gut ausbalanciert.«
Kultursegler
»Ein Lehrstück in Bösartigkeit. Christoph Mehler zeigt uns die Einwohner des Städtchens Dogville sofort als das, was sie im Grunde sind: ein bizarres Gruselkabinett. Lauter erschreckende Fratzen.«
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