Der Sturm

William Shakespeare
Deutsch von Frank-Patrick Steckel
Es geschah vor 12 Jahren: Von seinem Bruder entmachtet und auf dem Meer ausgesetzt, kann sich Prospero, der rechtmäßige Herzog von Mailand, mit seiner kleinen Tochter Miranda auf eine einsame Insel retten. Von der Zivilisation abgeschottet und vom Vater behütet vor allem Ungemach der Welt, dem Schacher und der Gier der Männer, wächst das Mädchen heran. Doch jetzt, in ihrem 15. Lebensjahr, ist die Zeit reif für eine eigene Zukunft, ein eigenes Leben. Mit Hilfe der magischen Kräfte des Luftgeistes Ariel entfacht Prospero einen Sturm. Dabei erleidet die Flotte seiner Feinde Schiffbruch. Sein Bruder und andere Mittäter von damals, wie der König von Neapel, werden unbeschadet an Land gespült. Auch der neapolitanische Königssohn Ferdinand ist darunter. Von den Seinen getrennt, trifft Ferdinand auf Miranda, »die Bewundernswerte«, und beide verlieben sich ineinander. Prospero spielt mit den Ängsten seiner gestrandeten Widersacher, aber statt auf Rache setzt er am Ende auf Versöhnung. Mit dem Bund zwischen Ferdinand und Miranda stellt er die Weichen für die Rückkehr in eine friedliche Zivilisation.
»Der Sturm«, 1611 am Hofe des englischen Königs Jakob I. uraufgeführt, wurde Shakespeares letztes großes Stück Welttheater um Verrat, Rache und Versöhnung. Harald Thor, Träger des Deutschen Theaterpreises »Der Faust« und des Nestroy-Preises, Bühnenbildner von »Auferstehung«, »Drei Schwestern«, »Nathan der Weise« und weiterer Potsdamer Inszenierungen von Tobias Wellemeyer, entwirft das Bühnenbild für die Aufführung.


»Es geht um die Weitergabe der Welt an eine nächste Generation«
Mit Shakespeares persönlichstem Vermächtnis verabschiedet sich der Regisseur Tobias Wellemeyer vom Potsdamer Publikum
Inszenierung
Bühne
Kostüme
Dramaturgie
Theaterpädagogik
Kerstin Kusch
Besetzung
Alonso, König von Neapel
Sebastian, sein Bruder
Prospero, der rechtmäßige Herzog von Mailand
Antonio, sein Bruder, der unrechtmäßige Herzog von Mailand
Ferdinand, Sohn des Königs von Neapel
Gonzalo, ein ehrlicher alter Rat des Königs
Caliban, ein wilder und mißgestalteter Knecht Prosperos
Trinculo, eine lustige Person
Stephano, der betrunkene Mundschenk des Königs
Miranda, Tochter Prosperos
Ariel, ein Luftgeist
Premiere 18. Mai 2018
»Prospero (Bernd Geiling) hat das Publikum erobert, die Premiere endet in tosendem Applaus und Jubel. Mit ›Der Sturm‹ ist Tobias Wellemeyer und seinem wunderbaren Ensemble ein beeindruckender Schlusspunkt gelungen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Zwei bildgewaltige Stunden mit einem wunderbaren Ensemble, das intelligentes, witzig-dramatisches Volkstheater zeigt. Heftig umjubelt auf der Premiere.«
Berliner Morgenpost
»Das Publikum darf noch einmal zur Kenntnis nehmen, was für einen starken Regie-Intendanten das Hans Otto Theater hat, neun Jahre lang.«
Die Deutsche Bühne
»An den Seiten (der Bühne) wachsen die Balken wie auf den rostigen Trägern eines Schiffsrumpfs in die Höhe. Der überdimensionierten Bühne des Otto Theaters muss man erstmal Stand halten. Das gelingt beeindruckend. Das verwitterte Geisterschiff von Bühnenbildner Harald Thor füllt großformatig den Raum,Caliban krabbelt aus Klappen oder Ariel schwebt vom Himmel. Dass hier ein atmosphärisch ganz eigener Raum erwächst, ist schon eine besondere Leistung.«
Nachtkritik
»Ein Theater, das seine Schauspieler feiert und keine Angst vor großen Emotionen hat.«
Potsdamer Neueste Nachrichten
Juni 2018 Samstag 30.
Samstag, 30.06.2018
Zum letzten Mal
15:00
http://www.hansottotheater.de/
Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater
Eintritt frei.