Prinz Friedrich von Homburg

Heinrich von Kleist
Der Prinz träumt – und das mitten im Krieg. Während das Heer von Brandenburg sich zur Entscheidungsschlacht gegen die Schweden rüstet, glaubt der Prinz sich umfangen von göttlicher Segnung. Sie verheißt ihm Sieg, Ruhm, die Liebe des Kurfürsten und die Hand der schönen Natalie. Prinz Friedrich entscheidet sich für den Traum. Er stürmt an der Spitze seines Regiments voran, pflügt durch die schwedischen Linien, schlägt den Feind zurück. Im Hochgefühl des Sieges spürt er es – sein Traum wird wahr. Auch Natalie fällt ihm zu. Nun wird sich alles weiter fügen. Aber sein eigenmächtiger Sturmangriff hat den Schlachtplan zerstört; der Feind ist nicht vernichtet, der Krieg geht weiter, und der Prinz hat den Befehl verweigert, darauf steht das Kriegsgericht. Statt des liebenden Blicks seines Fürsten empfangen den Prinzen Degradierung und die Gefängniszelle. Seine Freunde beginnen als erste zu kämpfen. Sie bitten für ihn beim Kurfürsten. Umsonst. Sie ziehen Kräfte zusammen und zeigen ihren Unmut. Umsonst. Eine Möglichkeit rückt näher: die Todesstrafe für den Prinzen. Aber ist der je aus seinem Traum erwacht?
Kleist schrieb den »Homburg« 1809/11 unter dem Eindruck der napoleonischen Besatzung. 1811 nahm er sich das Leben. Erst 1828 konnte in Berlin eine abgemilderte Fassung gezeigt werden; aber Friedrich Wilhelm III. ließ das Stück wegen Staatsgefährdung absetzen. »So musste der Prinz uns erscheinen als der erste moderne Protagonist, schicksallos, mit sich allein in einer ›zerbrechlichen Welt‹ und uns darum nah, kein Held mehr, komplexes Ich und leidende Kreatur in einem, ein ›unaussprechlicher Mensch‹, wie Kleist sich selbst genannt hat, ein Träumer, Schlafwandler, der Herr seiner selbst wird.« (Ingeborg Bachmann)
Inszenierung
Bühne
Ivan Bazak
Kostüme
Komposition
Michael Rauter Andi Thoma
Dramaturgie
Besetzung
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Die Kurfürstin
Prinzessin Natalie von Oranien, seine Nichte, Chef eines Dragonerregiments
Feldmarschall Dörfling
Prinz Friedrich Arthur von Homburg, General der Reiterei
Obrist Kottwitz, vom Regiment der Prinzessin von Oranien
Graf Hohenzollern, von der Suite des Kurfürsten
Zwei Offiziere
Premiere 7. Oktober 2017
»Eine aufwühlende Innenschau. Dieser ›Homburg‹ erzählt nicht von einem, der träumt – er führt in diesen Traum hinein.«
Potsdamer Neueste Nachrichten
»DieAusstattung ist ein Festmahl.«
Berliner Zeitung
November 2017 Sonntag 5. Sonntag 19.
Dezember 2017 Freitag 8.
Sonntag, 05.11.2017
17:00 – 18:50
http://www.hansottotheater.de/
Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater
13 - 33 €
Sonntag, 19.11.2017
15:00 – 16:50
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Freitag, 08.12.2017
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