Potsdamer Winteroper 2017

Elias

Felix Mendelssohn Bartholdy
Szenisches Oratorium nach Worten des Alten Testaments
Koproduktion mit der Kammerakademie Potsdam
Das 1846 in Birmingham uraufgeführte Oratorium handelt von Ereignissen aus dem Leben des Propheten Elias, der sich ganz in Gottes Hand begibt, um sein vom Glauben abgekommenes Volk zu Gott zurückzuführen. Wie der Messias tut er Wunder, und doch zweifelt er zuletzt am Sinn seines Strebens. Mendelssohn beschreibt seinen Elias als »einen rechten durch und durch Propheten, wie wir ihn etwa heut zu Tage wieder brauchen könnten, stark eifrig, auch wohl bös und zornig und finster, im Gegensatz zum Hofgesindel und Volksgesindel, und fast zur ganzen Welt im Gegensatz, und doch getragen von Engelsflügeln«.
Die Uraufführung seiner Schauspielmusik zu Shakespeares »Sommernachtstraum« verbindet Mendelssohn mit Potsdam; er war unter Friedrich Wilhelm IV., dem Erbauer der Friedenskirche, als Preußischer Generalmusikdirektor verpflichtet. Die farbige, tonmalerische Partitur des »Elias« weist Mendelssohn als erfahrenen Sinfoniker aus. Durch Umwandlung der epischen Bibeltexte in direkte Rede und ihre Verteilung auf handelnde Figuren erfährt das dramatische Geschehen eine lebendige Gestaltung. Arien und zahlreiche Solistenensembles und die häufig dialogischen Rezitative unterstützen zusammen mit den Chören den opernhaften Gestus des Oratoriums.

Notate aus der Probenarbeit
mit dem Regisseur Andreas Bode
Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Friedenskirchengemeinde und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Inszenierung
Musikalische Leitung
Regie
Kostüme
Dramaturgie
Besetzung
Die Witwe
Die Königin
Obadjah & Ahab
Elias
Ein Knabe
Ben Strecker / Marie-Pierre Roy
Orchester
Kammerakademie Potsdam
Chor
der Potsdamer Winteroper
König Ahab
Tino Magyar
Premiere 23. November 2017
»Eine packende, emphatische Interpretation. (…) Der Bariton Holger Falk bewältigt die riesige Gesangspartie mit bewundernswürdiger Bravour und gibt den facettenreichen Affekten intensiven Ausdruck. (…) Mit eindringlicher Präsenz erfüllt die Sopranistin Marie-Pierre Roy die Rollen der Witwe und des Engels, setzt in ihren Arien phänomenale vokale Glanzlichter. Ein weiterer Engel ist Ana Alás y Jové, deren warmgetönte, liebliche Altstimme Trost und Zuversicht vermittelt. Der Tenor Oliver Johnston ist eine Entdeckung und läuft im Finale zu kerniger Höchstform auf.«
Potsdamer Neueste Nachrichten
»Mitreißend. (…) Titus Engel wie Holger Falk kommen von einer intensiven Vertrautheit mit zeitgenössischer Musik her; das gibt dem Premierenabend packende Dichte und fügt sich gut zu Andreas Bodes Inszenierung.«
Märkische Allgemeine Zeitung
»Allerhöchstes Lob gebührt dem Chor. Voller Ausdruckskraft, in scharfen Dissonanzen, weichen Terzen und Sexten, unisono oder mehrstimmig und stets homogen (…). Ganz aus der Musik heraus entwickelt entstehen so immer wieder bewegte, mehrdeutige Szenen, die das gewaltige Werk dezent und überzeugend in die Gegenwart transportieren. Nicht zuletzt trägt die höchst klangschön, differenziert und hingebungsvoll spielende Kammerakademie Potsdam dazu bei, dass dieser ›Elias‹ als Erfolg in die Annalen der Stadt eingehen wird.«
Potsdamer Neueste Nachrichten