Deutsche Erstaufführung in einer Neufassung

Das Wasser im Meer

Christoph Nußbaumeder
An seinem achtzigsten Geburtstag lässt Stefan Riedl vor der versammelten Familie eine Bombe platzen: Er wolle sterben, bald. Und zwar in seiner Heimat. Die liege nicht hier, wo er den größten Teil seines Lebens verbracht hat, sondern im Sudetenland, in der heutigen Tschechischen Republik. Er sei ein Heimatvertriebener. Die Familie ist schockiert. Keiner wusste über diese Zusammenhänge wirklich Bescheid. Während man Rotwein trinkt und zunehmend emotional darüber diskutiert, wie umgehen mit dem wahnwitzigen Plan des Alten, zeigen sich Risse in der Fassade dieser ganz normalen bürgerlichen Familie. Die älteren Töchter Katharina und Bettina stehen als Lehrerin und Ärztin erfolgreich im Leben. Doch ihre Partnerschaften sind gebaut auf lauter Lügen. Anna, die dritte Tochter im Bunde, empfindet sich als Außenseiterin, berufen zum Kampf gegen die falschen Familienmythen. So kommt es endlich zur Stunde der Wahrheiten. Und alle müssen begreifen: Stefans ins Dunkle abgedrängte Herkunft hängt aufs engste zusammen mit den von Zerrissenheit geprägten Biografien seiner Kinder und Kindeskinder. Mit deren Sehnsucht nach Verortung. Die Gespenster der Vergangenheit sind noch lange nicht gebannt.
Flucht und Heimat. Diese großen Themen unserer Zeit werden in dem Stück wie durch ein Prisma schillernd und vielschichtig aufgefächert, auf politischer und persönlicher, aktueller und historischer Ebene. Mit seinen kraftvoll und durchaus komisch gezeichneten Figuren entwirft Nußbaumeder ein Gesellschaftsbild unserer Gegenwart und zugleich das Porträt einer Familie, das vielen bekannt vorkommen dürfte.
Inszenierung
Bühne
Kostüme
Dramaturgie
Besetzung
Stefan Riedl, 80-jähriger Pensionär
Thomas Mautner, sein Cousin, 70, Pensionär
Anna Riedl, seine Tochter
Bettina Riedl, seine Tochter
Katharina Riedl, seine Tochter
Georg Haffner
Sebastian Müller, Katharinas Mann
Peter Riedl, Katharinas Sohn
Ina Müller, Katharinas und Sebastians gemeinsame Tochter
Ein Flüchtlingsjunge
Ahmad Samsoom Yanal Al-Saadi
Premiere am 15. September 2017
»Bernd Geiling zeigt die Kraft (des Familienpatriachen Stefan), aber auch das Zerrissene, das Verletzte, das Verletzliche, dazu seine Hoffnung, mit dem letzten Schritt doch noch alles richtig zu machen.«
Märkische Allgemeine Zeitung
»Ein wichtiges, ein gutes Stück und eine gelungene Inszenierung, die viel Gesprächsstoff bietet.«
Berliner Morgenpost
»Christoph Nußbaumeder gelingt es, dieses Panorama deutscher Familienabgründe spannend zu erzählen. Regisseur Stefan Otteni ist es zu danken, dass das Stück derart lebensprall über die Bühne geht, dass man sich (seinem) Sog nicht entziehen kann.«
Märkische Allgemeine Zeitung
»Ein großartiger, weher, herrischer und alterseinsamer Bernd Geiling.«
Potsdamer Neueste Nachrichten
»Auf raffinierte Art schafft das Stück, das Private mit den großen politischen Fragen zu verknüpfen. – Dem Team um Intendant Tobias Wellemeyer (ist) ein bemerkenswerter Auftakt seiner letzten Spielzeit am Potsdamer Theater gelungen.«
Märkische Allgemeine Zeitung
September 2017 Sonntag 24.
Oktober 2017 Freitag 13. Sonntag 22.
November 2017 Freitag 10. Samstag 18.
Sonntag, 24.09.2017
19:30 – 21:30
http://www.hansottotheater.de/
Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater
13 - 33 €
Freitag, 13.10.2017
19:30 – 21:30
http://www.hansottotheater.de/
Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater
13 - 33 €
Sonntag, 22.10.2017
15:00 – 17:00
http://www.hansottotheater.de/
Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater
13 - 33 €
Freitag, 10.11.2017
19:30 – 21:30
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Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater
Samstag, 18.11.2017
19:30 – 21:30
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Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Neues Theater