Drei Schwestern

Anton Tschechow
Aus dem Russischen von Ulrike Zemme
Sie hängen fest, die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina, in dem Provinznest, in das ihr Vater vor elf Jahren als Brigadekommandant versetzt wurde. Der Vater ist gestorben, und Moskau liegt tausend Kilometer weit entfernt, die Jugend- und Kinderjahre in der golden leuchtenden Hauptstadt sind zu schimmernden Schemen verblasst. Geblieben ist der Traum vom Leben, das Ort, Sinn und Zukunft hat, einem Leben, das lohnt. Geblieben ist auch das Militär. Die Offiziere bringen Glanz, Abwechslung und Struktur in das Allerlei des Alltags. Zwischen Gehen und Bleiben, Rückwärtssehnsucht und Vorwärtsverheißung richten die Schwestern sich ein, mitsamt ihrem Bruder
Andrej, dem altgewordenen Wunderkind der Familie, das nicht Professor in Moskau, sondern Beamter in der Kreisverwaltung geworden ist und seine Glücksräusche längst im Roulettespiel findet. Sie alle greifen mit ihren Ansprüchen ins Leere. Und doch versuchen sie es immer wieder – in Ehe und Seitensprung, in Arbeit und Zeitvertreib, zwischen Aufbruch und Resignation – und sind nie zufrieden.
Voller Menschlichkeit und Wärme erzählt das Stück von tragikomisch verstrickten und aufrichtig ringenden Menschen, die den historischen Augenblick spüren und ihn ergreifen möchten – wenn sie nur wüssten, wie. Weltliteratur von Tschechow.

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Zum Nachlesen:
Ein Gespräch mit den Darstellerinnen der drei Schwestern
Nina Gummich, Marianna Linden
und Melanie Straub


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Mit freundlicher Unterstützung
Inszenierung
Besetzung
Andrej Sergejewitsch Prosorow
Natalja Iwanowna, seine Braut, später seine Frau
Olga, seine Schwester
Mascha, seine Schwester
Irina, seine Schwester
Fjodor Iljitsch Kulygin, Lehrer am Gymnasium, Maschas Mann
Alexander Ignatjewitsch Werschinin, Oberstleutnant, Batteriechef
Nikolaj Lwowitsch Tusenbach, Baron, Leutnant
Wassilij Wassiljewitsch Soljonyi, Stabskapitän
Iwan Romanowitsch Tschibutykin, Militärarzt
Alexej Petrowitsch Fedotik, Unterleutnant
Ferapont, Wächter und Diener, ein alter Mann
Anfissa, Kinderfrau
Premiere 8. April 2016
»Eine liebevolle Inszenierung, in der komische Momente die Tragik überwiegen.«
rbb Inforadio
»Stark, klug, sinnlich.«
Märkische Allgemeine Zeitung
»Ein sehr intelligenter Theaterabend. Melanie Straub, Marianna Linden und Nina Gummich sind ganz einfach wunderbar und spielen großartig miteinander. Hingehen! Ab ins Hans Otto Theater Potsdam, die »Drei Schwestern« besuchen!«
rbb Kulturradio
»Die facettenreiche Nina Gummich spielt die jüngste Schwester, Irina, in wilder Achterbahnfahrt. Marianna Linden spielt die kluge, abgeklärte, noch immer sehr erotische Mascha. Und dann ist da die älteste der drei Schwestern: Olga. Bestens besetzt mit der großartigen Melanie Straub.«
Kultursegler