Der Besuch der alten Dame

Friedrich Dürrenmatt
Eine tragische Komödie
Nur noch der Fahrtwind der vorbeirasenden Züge erinnert die Bewohner der Kleinstadt Güllen an alte, glanzvolle Zeiten. Jetzt ist die Stadt heruntergekommen, die Fabriken stillgelegt und die Bürger verarmt. Doch es gibt Hoffnung, denn Claire Zachanassian hat ihren Besuch angekündigt. Vor 45 Jahren floh sie aus der Stadt – nun kehrt sie als Milliardärin zurück. Alle sind auf den Beinen, um ihr einen ehrenvollen Empfang zu bereiten, in der ersten Reihe Alfred Ill. Er soll seine einstige Jugendliebe persönlich betreuen und im gefühlsgeladenen Angedenken an romantische Tage um eine Millionenspende werben. Tatsächlich stellt Claire eine Milliardenstiftung in Aussicht. Unter einer Bedingung: Die Stadt soll ihr Alfred ausliefern – tot. Denn der hatte sie samt dem gemeinsamen ungeborenen Kind dereinst vor Gericht verleugnet und so ihre schimpfliche Vertreibung aus Güllen verschuldet. Nun will sie Gerechtigkeit gegen Geld. Die Stadt lehnt ab, natürlich. Aber dann beginnen Alfreds Mitbürger einzukaufen, auf Kredit. Und ahnungsvolles Grauen beschleicht ihn, wessen Leben das Pfand für die Rechnungen ist …
Was ist der Preis der Gerechtigkeit? Wieviel Moral kann man sich leisten? In Dürrenmatts ewig junger Gesellschaftsparabel sorgt ein mit einem Preisschild behängtes Geschenk für eine rabiate Klärung der Verhältnisse. Die Gemeinschaft muss Rechenschaft ablegen über ihre Werte und Haltungen. Claires Geld spitzt ihre Konflikte zu, parodiert sie und verzerrt sie grotesk zur Kenntlichkeit. 
Inszenierung
Kostüme
Musik
Dramaturgie
Besetzung
Claire Zachanassian
Koby und Loby / Panther / Journalist
Alfred Ill
Seine Frau
Sein Sohn / Der Butler
Seine Tochter
Mara Sichrovsky
Der Bürgermeister
Der Lehrer
Dr. Med
Der Polizist
Premiere 5. Februar 2016
»Niklas Ritters Aufführung polarisiert. Das zu erkunden, lohnt sich – im Zweifelsfall also anschauen!«
Märkische Allgemeine Zeitung
»Die tragische Komödie hat an Aktualität nicht verloren. (…) Langanhaltender Applaus.«
Potsdamer Neueste Nachrichten
»Rita Feldmeier ist als Claire Zachanassian ein kühl-berechnender Racheengel.«
Berliner Morgenpost