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Komödie von Ben Jonson

Volpone

Volpone (»der Fuchs«) ist einer der reichsten Männer Venedigs. Tagtäglich wächst sein Besitz, denn er hat einen attraktiven Köder ausgelegt: die Nachricht von seinem nahenden Tod. Äußerst überzeugend versteht er die Rolle des von unzähligen Beschwerden geplagten Todkranken zu spielen und damit Erbschleicher anzulocken. Wie die Aasgeier belagern ihn die geldgierigen Honoratioren der Stadt und versuchen, mittels teurer Geschenke für sich das Alleinerbe zu erbeuten. Volpones kongenialer Gehilfe ist sein Diener Mosca (»die Schmeißfliege«), der in alle Richtungen intrigiert und taktiert, Versprechungen macht, neue Hoffnungen schürt, zu immer weitergehenden Gunstbezeugungen für den vermeintlich Sterbenden anstachelt und geschickt die Bewerber gegeneinander ausspielt. Volpone und Mosca treiben ihr lustvoll-grausames Spiel so weit, dass der alte Corbaccio (»die Krähe«) bereit ist, seinen eigenen Sohn zu enterben, und der Kaufmann Corvino (»der Rabe«) seine eifersüchtig bewachte junge Frau zur Verfügung stellt, um Volpone einen allerletzten Lustgewinn zu verschaffen. Doch als Volpone durch Mosca öffentlich seinen Tod verkünden lassen will, geht er seinem eigenen Diener in die Falle …

»Volpone oder Der Fuchs« aus dem Jahr 1606 ist die bekannteste Komödie von Ben Jonson, dem bereits zu Lebzeiten erfolgreichen Zeitgenossen Shakespeares. Sie ist ein intelligenter Hochseilakt ohne doppelten Boden über den dunklen Abgründen einer verlogenen Gesellschaft, in der Geldgier alle moralischen Grundsätze über Bord wirft – intelligent, turbulent, bitterböse und überaus komisch.

Alles an diesem „Volpone ist groß, laut, raubeinig – und stimmig: von der Übersetzung (Simon Werle) üer die Charaktere (mit gnadenloser Spielfreude überzogene Fabeltiere, übersetzt ins vage Zeitgenössische) bis hin zur Musik. … Das liegt vor allem an der ungezähmten Spiellust des Ensembles. (Potsdamer Neueste Nachrichten)

„Wellemeyer bietet für die tragenden Partien seine derzeitigen Edelkomödianten auf: Wolfgang Vogler, der Power-Schlacks, schaut als Volpone mit grauem Schopf wie eine Vogelscheuche aus, die ihre eigenen Ekelhaftigkeit feiert. Sein Adjutant Mosca ist bei dem ferdernd glenkigen Holger Bülow ein Typ wie Discokönig John Travolta. (Märkische Allgemeine Zeitung)

„Sie spielen nicht nur uns, sondern auch sich selbst dauernd etwas vor – und es verschafft nicht nur uns, sondern auch ihnen großen Spaß, wie sie da in ihren teils heutigen, teils historischen Kostümen von Ines Burisch schwindeln, schleimen, greinen, straucheln. … So wird in der Inszenierung Tobias Wellemeyers alles gut – und zu erfreulich kraftvollem Theater.“ (Frankfurt Allgemeine Zeitung)


Mitwirkende

Regie
Tobias Wellemeyer  
Bühne
› Harald Thor  
Kostüme
› Ines Burisch  
 
 
Wolfgang Vogler
Holger Bülow (als Gast)
Jon-Kaare Koppe
Michael Schrodt
René Schwittay
Eddie Irle
Christoph Hohmann
Andrea Thelemann
Friedemann Eckert
Dennis Herrmann
Franziska Melzer  
 
 



Vorstellungen

  • 23. Februar ’12 › 19.30 - 22.10 Uhr
  • 04. März ’12 › 17 - 19.40 Uhr
  • 24. April ’12 › 19.30 - 22.10 Uhr