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Uwe Tellkamp

Der Turm

Bearbeitung John von Düffel

Der heranwachsende Christian Hoffmann erlebt die letzten sieben Jahre der DDR in einem Villenviertel in Dresden. Dort, im »Turm«, führen die Menschen ein Nischendasein mit Festen, Hausmusik, bildender Kunst und Literatur. Christians Vater, der Chirurg Richard Hoffmann, lebt seinen Freiheitsdrang vor allem in amourösen Abenteuern aus, der Onkel Meno, Lektor in einem renommierten Verlag, ist ein beobachtender Wanderer zwischen den Welten und hat Zugang zum Sperrbezirk der Elitekader. Christian wächst in einer seltsam stillgelegten Zeit auf, aus der keine Zukunft für ihn zu erwachsen scheint. Dennoch träumt er davon, ein großer Mensch, ein berühmter Arzt zu werden. Er träumt auch »vom Irrgarten der Liebe« und den Achseln seiner Mitschülerin Reina, doch kann er ihr trauen? Der Widerspruch zwischen eigenem Wahrheitsanspruch und erzwungenem Lügen wird spätestens in der Armee für Christian zur Zerreißprobe. Als Bücherwurm bekommt er in der NVA schnell den Namen »Nemo« (Niemand). Unerträglich sind ihm die Schikanen hinter den Kasernenmauern. Wegen staatsfeindlicher Äußerungen landet er schließlich im Militärgefängnis, sogar in der Dunkelzelle, bis er sich tatsächlich fühlt wie Nemo, Niemand.

Uwe Tellkamp beschreibt in seinem preisgekrönten Roman in detailreicher Weise das Alltagsleben im Osten Deutschlands. Er untersucht die Frage, was aus der sozialistischen Utopie, die den Neuen Menschen und ein besseres Leben schaffen wollte, in der diktatorischen Praxis der DDR geworden war.

Ein großer Roman ist in Potsdam zu einem großen Theaterabend geworden. Der Tagesspiegel

Wellemeyer und sein Ensemble haben die spannende Zeitsuche Tellkamps berührend und unterhaltend ins Theater geholt. Oranienburger Generalanzeiger

Tobias Wellemeyers Inszenierung wurde mit langem Beifall am Hans Otto Theater, aufgenommen. Potsdamer Neueste Nachrichten

Ein in sich geschlossenes Ensemble verlebendigt darin ein Stück vergangene Zeitgeschichte auf eindrucksvolle Weise. zitty

Holger Bülow spielt mit beeindruckender Kraft, mit nervöser Heftigkeit und sensiblen Suchbewegungen, wie dieser Christian seine Erfahrungen in Schule, NVA, Stasi, Knast und bei der Strafarbeit im Chemiewerk macht. nachtkritik.de

Mit diesem egozentrischen Träumer und Literaturnarren, der im Panzerstahl gehärtet werden soll, legt der junge Holger Bülow sein Meisterstück ab. Märkische Allgemeiner Zeitung

Mitwirkende

Regie
Tobias Wellemeyer  
Bühne
› Alexander Wolf  
Kostüme
› Ines Burisch  
Musik
› Gundolf Nandico  
 
 
Jon-Kaare Koppe
Marianna Linden
Holger Bülow (als Gast)
Christoph Hohmann
Roland Kuchenbuch (als Gast)
Wolfgang Vogler
Eddie Irle
Meike Finck
Friedemann Eckert
Nele Jung
Andrea Thelemann
Franziska Melzer
Philipp Mauritz
Michael Schrodt
Friederike Walke
Elzemarieke de Vos
Florian Schmidtke
Jan Dose
René Schwittay
Bernd Geiling  
 
 



Vorstellungen

  • 10. Februar ’12 › 19.30 - 22.30 Uhr
  • 21. Februar ’12 › 19.30 - 22.30 Uhr
  • 01. März ’12 › 19.30 - 22.30 Uhr
  • 10. März ’12 › 19.30 - 22.20 Uhr