Europa

Soeren Voima
Nach Sophokles und Euripides
Eine lähmende Krankheit lastet auf der Königsfamilie von Theben. Es herrschen Erschlaffung, Nervosität, Schlaflosigkeit. Und keiner kennt die Ursache dieser Übel. Das Orakel aus Delphi lässt nur verlauten: Schuld sei der ungesühnte Mord am alten König Laios. Doch wie weiter Licht in die Sache bringen? König Ödipus, stolz und hochfahrend, will Aufklärung schaffen – da verkündet der Seher Teiresias eine verstörende Botschaft: Ödipus selbst sei der Mörder, Laios sein Vater. Er lebe somit in inzestuöser Ehe mit der eigenen Mutter. Ödipus weist die Ungeheuerlichkeit von sich – und muss am Ende einsehen: Es stimmt, er selbst ist der Schuldige. Weil er blind war für seine Taten, sticht er sich die Augen aus. Doch die Unheilsgeschichte reicht in noch fernere mythische Zeiten zurück: Ihren Anfang nahm sie mit dem Raub der schönen Europa durch Göttervater Zeus. Auf der Suche nach seiner Schwester Europa erschlug Kadmos einen Drachen. Aus den Drachenzähnen erwuchsen Krieger, die sich in zahllosen Schlachten bekämpften und schließlich die Stadt Theben gründeten. Eteokles und Polyneikes, die Söhne des Ödipus, wollen mit dieser Geschichte ihrer Herkunft nichts zu tun haben. Ihren hilflosen Vater sperren sie in den Keller. Doch bald entflammt zwischen beiden ein fürchterlicher Bruderkrieg. Ihre Schwestern Ismene und Antigone können ihn nicht verhindern.
Auf Grundlage der großen Tragödien von Euripides und Sophokles unternimmt das Stück eine Reise zu den Wurzeln der europäischen Kultur. Es geht um die unheilvollen Folgen von Übermut, Selbstbesessenheit und Verblendung. Befreiung bringen kann nur die schmerzhafte Einsicht in die eigenen Verstrickungen in den Kreislauf von Schuld, Krieg und Gewalt.
Inszenierung
Kostüme
Dramaturgie
Theaterpädagogik
Kerstin Kusch
Besetzung
Kadmos, Erzähler
Ödipus
Iokaste / Phönizierin / Theseus
Polyneikes
Antigone / 1. Aufsichtshabende
Teiresias / Hirte
Menoikeus / Haimon
Phönizierin / Die Zuständige
Frau aus Korinth / Phönizierin / 2. Aufsichtshabende
Thebaner
Chor der Thebaner
Ensemble
Premiere 7. April 2018
Datei 2733 kB Europa Pressefoto 1
Ismene (Franziska Melzer, vorn sitzend) und der Chor der Thebaner
Foto: HL Böhme
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Christoph Hohmann (Teiresias) und René Schwittay (Ödipus)
Foto: HL Böhme
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Rita Feldmeier (Iokaste) und René Schwittay (Ödipus)
Foto: HL Böhme
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Bernd Geiling (Kreon), René Schwittay (Ödipus) und Franziska Melzer (Ismene)
Foto: HL Böhme
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Frédéric Brossier (Polyneikes), Rita Feldmeier (Iokaste), Franziska Melzer (Ismene), Philipp Mauritz (Thebaner) und Claudia Renner (Antigone)
Foto: HL Böhme
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Franziska Melzer (Ismene), Bernd Geiling (Kreon) und René Schwittay (Ödipus)
Foto: HL Böhme
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Bernd Geiling (Kreon), René Schwittay (Ödipus), Franziska Melzer (Ismene), Claudia Renner (Antigone) und Phönizierinnen
Foto: HL Böhme
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Bernd Geiling (Kreon), René Schwittay (Ödipus), Claudia Renner (Antigone), Friedemann Eckert (Haimon), Franziska Melzer (Ismene), Philipp Mauritz (Thebaner) und Phönizierinnen
Foto: HL Böhme
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Denia Nironen (Die Zuständige), René Schwittay (Ödipus), Claudia Renner und Sabine Scholze (Erste und zweite Aufsichtshabende), Franziska Melzer (Ismene) und Jan Kersjes (Kadmos)
Foto: HL Böhme
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René Schwittay (Ödipus)
Foto: HL Böhme