Fucking Åmål (13+)

Lukas Moodysson
Åmål ist das ödeste Provinznest weit und breit, das Ende der Welt. Alles ist vorhersehbar, nie passiert was, und wenn, dann zwei Jahre zu spät. Elin will mehr vom Leben, sie trägt eine große Sehnsucht in sich und weiß nicht, wohin damit. Sie will nicht wie die anderen sein, sie will raus aus Åmål. Trotzdem tut sie, was alle Mädchen tun: knutscht mir Jungs, betrinkt sich auf Partys, ist cool und sexy. In der Schule gehört sie zu den angesagten Leuten. Doch dann macht sie etwas Verrücktes: Sie besucht die eigenwillige Außenseiterin Agnes, die lesbisch sein soll und Gedichte schreibt. Wegen einer Wette küsst sie Agnes auf den Mund. Agnes, die heimlich in Elin verliebt ist, fühlt sich als Spielball missbraucht und tief verletzt. Aber auch in Elin hinterlässt die Begegnung Spuren. Sie gesteht sich ein, in Wahrheit viel für Agnes zu empfinden, mehr als für alle anderen. Bloß – ist das nicht extrem peinlich? Elin muss sich entscheiden: Soll alles bleiben, wie es ist, oder bekennt sie sich mutig zu Agnes? Auf dem Schulklo kommt es zum Showdown.

Das Stück nach dem mehrfach ausgezeichneten Kultfilm von Lukas Moodysson ist eine anrührende, kraftvolle Coming-of-Age-Geschichte. Es erzählt von der unheimlichen Verwirrung der Gefühle junger Menschen und ihrer Situation zwischen Rollenklischees, Gruppendruck, Anpassung und Aufbegehren.

Inszenierung
Regie / Bühne
Kostüme
Dramaturgie
Theaterpädagogik
Kerstin Kusch
Besetzung
Jessica / Victoria
Marcus / Olof
Johan / Sven
Premiere 10. Februar 2016
»Leonie Rainer gelingt es wunderbar, ihre Elin schier vor Lebendigkeit explodieren zu lassen, um dann wieder in unsichere Nachdenklichkeit zu fallen. Zu Recht viel Beifall des jungen Publikums.«
Märkische Oderzeitung