Moritz in der Litfaßsäule (6+)
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Christa Kożik
Der neunjährige Moritz Zack ist ein Junge mit viel Phantasie. Er sieht Dinge, die andere nicht sehen, und stellt Fragen, die anderen nicht in den Sinn kommen. Deshalb braucht er für alles entscheidend mehr Zeit als andere, was seine Familie und alle anderen zur Verzweiflung bringt – denn schließlich geht es in der Welt um Termine, Zahlen, Leistung. Also heißt Moritz bei allen nur »Schneckenkönig« und »Trantüte«. Eines Tages hält er das nicht mehr aus. Er packt seinen Rucksack und haut ab. Sein Unterschlupf in der großen Litfaßsäule auf dem Markt ist allerdings wider Erwarten schon besetzt – und zwar von einer sprechenden Katze. Sie überredet Moritz nicht mit vernünftigen Argumenten zur Heimkehr – sie erzählt ihm Geschichten vom Leben. Auch der nette Straßenfeger und das Mädchen Bella, das mit dem Zirkus in die Stadt gekommen ist, helfen ihm, seinen Blick auf die Welt neu zu justieren. Und wenn auch seine Familie ins Nachdenken gekommen ist, kann Moritz neu ins Leben aufbrechen!
1983 feierte die DEFA-Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs Premiere. Der Blick in die bedrängte Seele eines Kindes, das nicht in die wirkliche Welt zu passen scheint, bewegt bis heute das Publikum aller Generationen. So ist »Moritz in der Litfaßsäule« nicht nur ein Plädoyer für einen verständnisvollen Umgang mit kleinen Traumtänzern, sondern auch ein Mutmacher für alle Kinder.
Die Inszenierung entsteht in Koproduktion mit der Waschhaus gGmbH
„Die Inszenierung ist gelungen, das Bühnenbild in Pastelltönen gehalten und die Requisiten sind so fantasievoll-verspielt, dass sich das Fazit von Regisseurin Kerstin Kusch fast von selbst erklärt; als Aufforderung, die Träume zuzulassen..“
(MAZ)
„Christa Kożik folgt der Aufführung mit zustimmenden Lächeln, lässt sich von ihrem eigenen Stoff verzaubern, den sie geschaffen hat, den die nächste Generation aber völlig neu interpretiert. „Wunderbar“, ist das Erste, was Kożik im Anschluss sagt. Rolf Losansky lobt: „Für mich war es ein großer Spaß.“
(MAZ)
„Im schlichten Bühnenrund mit den Wolkenwürfeln von Matthias Müller […] verschmelzen Traum und Wirklichkeit auf fast unmerkliche Weise. Die von Christa Koziks Schwiegertochter Anja Kozik choreografierten tänzerischen Einsprengsel lassen die Gedanken weiter fliegen und paaren sich mit Spielwitz und Fantasie der Inszenierung.“
(PNN)
„Die fünf Schauspieler ringen ihren 14 Rollen immer neue Facetten ab […]In Friedemann Eckerts Darstellung findet Moritz genau die Verträumtheit, Wärme und kindliche Neugierde, die ihn zu einem blutvollen aufgeweckten Jungen werden lässt, mit all seinen Ängsten und wichtigen Fragen an die Welt. […] Moritz, der „Schneckenkönig“, ist zwar langsam im Denken, doch er betrachtet die Welt abseits vorgegebener Wege.“
(PNN)
Mitwirkende
- Regie
- › Kerstin Kusch
- Bühne
- › Matthias Müller
- Kostüme
- › Vera Krisch
- Choreografie
- › Anja Kozik
- Musik
- › Christoph Kozik
- › Friedemann Eckert
› Charlotte Sieglin
› Florian Schmidtke
› Sinja-Kristina Dieks
› Jan Dose
Vorstellungen
- 01. Juni ’12 › 10 - 11.20 Uhr
- 01. Juni ’12 › 14 - 15.20 Uhr
- 04. Juni ’12 › 10 - 11.20 Uhr
- 04. Juni ’12 › 14 - 15.20 Uhr
- 05. Juni ’12 › 10 - 11.20 Uhr


