Mitgliederversammlung 2016

Von den Schwierigkeiten einer Satzungsänderung

Notizen zur Mitgliederversammlung des Förderkreises am 28. Juni 2016
Nach der gewohnt charmanten Eröffnung der Mitgliederversammlung durch unsere Vorsitzende Lea Rosh stellten zunächst die Chefdramaturgin, Ute Scharfenberg, und der Intendant des Theaters, Tobias Wellenmeyer, das AutorInnenpaar Lutz Hübner und Sarah Nemitz vor, die im Auftrag des Theaters das Stück »Abend über Potsdam« verfasst haben. Das Gemälde von Lotte Laserstein aus dem Jahr 1930 hat das AutorInnenteam offenbar zu einer Vielzahl von Anregungen über die Wünsche und Ängste der fünf porträtierten Personen veranlasst, die einen angesichts aktueller Diskussionen in Potsdam auf diese Premiere im April 2017 besonders neugierig machen können! Die bisher von Lutz Hübner in Potsdam inszenierten Stücke »Frau Müller muss weg« und »Richtfest«, beide Inszenierungen schöne Erfolge, bieten zumindest interessante Assoziationen für die neue Inszenierung.
Die traditionellen Teile einer Mitgliederversammlung: Bericht der Vorsitzenden, Bericht der Schatzmeisterin und Bericht der Kassenprüferinnen verliefen komplikationslos, so dass der Vorstand bei vier Enthaltungen entlastet werden konnte.
Spannend wurde es erwartungsgemäß beim Tagesordnungspunkt »Diskussion und Verabschiedung der neuen Satzung«: Die von Claus Bacher begründeten Veränderungen im Förderzweck (nicht die GmbH sondern die Arbeit des Theaters soll gefördert werden) und in der Einbeziehung des Beirates in den Vorstand (die Beiratsmitglieder werden gleichberechtigte VS-Mitglieder, waren schon vorher in die Vorstandssitzungen einbezogen) wurden von den anwesenden Mitgliedern akzeptiert. Problematisiert wurde hingegen die »Gendersprache« der neuen Satzung, von der Vorstandsvorsitzenden und einigen Vorstandsmitgliedern allerdings begründet verteidigt. Diese soll nun in der ersten Vorstandssitzung nach der Mitgliederversammlung mit einer KritikerIn der Mitgliederversammlung diskutiert werden.
Erfolgreich angenommen wurde hingegen der Antrag, dass die Höhe der Mitgliedsbeiträge zukünftig auf Vorschlag des Vorstands von der Mitgliederversammlung beschlossen und nicht allein vom Vorstand bestimmt wird.
Die Vorstellung des neuen Spielplans durch die Chefdramaturgin und den Intendanten fiel leider – aus Zeitgründen – etwas kurz aus.
Der Berichterstatter, der bereits bei der Spielplanpressekonferenz anwesend war, kann hier nur festhalten, dass uns eine spannende neue Spielzeit erwartet und dass er sich besonders auf die neue Reihe »Stadt der Zukunft« freut.

Dieter Wiedemann
Fotos: Claus Bacher/Olaf Lemke